Freitag, 22. Januar 2021
22.12.2020 06:06
Landtechnik

Claas erzielt Rekordumsatz

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Von: AgE

 Trotz des schwierigen Marktumfelds hat der Landtechnikhersteller Claas im Ende September abgeschlossenen Geschäftsjahr 2020 erstmals in der Firmengeschichte die Umsatzmarke von 4,33 Mrd Franken  (4 Mrd Euro) übertroffen.

Der Vorsitzende der Konzernleitung, Thomas Böck, bezifferte den Gesamterlös bei der Online-Bilanzpressekonferenz auf 4,38 Mrd Franken (4,042 Mrd Euro), nach 4,22 Mrd Franken (3,898 Mrd Euro) im Vorjahr.

Das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich im Vergleich zu 2019 um 16,5 % auf 171,33 Mio Franken (158,1 Mio Euro), das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) um 18,9 % auf 361,29 Mio Franken (333,4 Mio) Euro.

Profitabilität verbessert

„Claas konnte trotz Pandemie und Produktionsstopps ein Umsatzwachstum erzielen und die Profitabilität verbessern. Dabei hat sich unsere breite internationale Aufstellung ausgezahlt“, stellte Böck fest.

Wie der Geschäftsführer weiter berichtete, entwickelten sich die Umsätze von Claas in Deutschland und Frankreich 2020 im Vorjahresvergleich mit einem Plus von 0,6 % auf 872,89 Mio Franken (805,5 Mio Euro) beziehungsweise mit einem Minus von 0,6 % auf 814,81 Mio Franken (751,9 Mio Euro) unter dem Strich stabil.

Weniger Erlös in Grossbritannien

In den anderen westeuropäischen Ländern wurde ein Erlösrückrang um 3,4 % auf insgesamt 856,87 Mio Franken (790,7 Mio Euro) verzeichnet. Vor allem Grossbritannien sei hier betroffen gewesen, und zwar wegen grossflächiger Überschwemmungen und den Unsicherheiten durch den Brexit.

Dagegen wies Claas für Osteuropa und insbesondere für Russland ein deutliches Umsatzplus von 5 % auf insgesamt 981, 59 Mio Franken (905,8 Mio Euro) aus.

Den stärksten Umsatzzuwachs mit fast 20 % auf 854,36 Mio Franken (788,4 Mio Euro) erzielte das Unternehmen allerdings ausserhalb Europas, wobei sich laut seinen Angaben Nordamerika als wichtigster Treiber erwies.

Sachinvestitionen erhöht

Trotz der Corona-Beeinträchtigungen ist es Böck zufolge gelungen, die wichtigen Investitionsprojekte planmässig umzusetzen. Im Traktorenwerk Le Mans seien die Flexibilität und Effizienz mit modernsten Fertigungstechnologien deutlich erhöht worden.

In Harsewinkel sei die erste Phase des umfassenden Modernisierungsprojekts in der Mähdreschermontage abgeschlossen. Die neuen Vertriebszentralen in Frankreich und in Grossbritannien seien mit zusätzlichen Möglichkeiten im Service- und Ersatzteilgeschäft an den Start gegangen. Dabei würden sie vom neuen Hochregallager in Hamm optimal unterstützt.

Die Sachinvestitionen seien im vergangen Geschäftsjahr im Vergleich zu 2019 um 6,5 Mio Franken  (6 Mio Euro) auf  141, 96 Mio Franken (131 Mio Euro) gesteigert worden. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung bezifferte Böck auf 256,83 Mio Franken (237 Mio Euro) , nach 264,41 Mio Franken  (244 Mio Euro) im Vorjahr.

Zahlreiche Risiken

Für das im September gestartete Geschäftsjahr 2021 geht Böck von einem Umsatz und einem Ergebnis vor Steuern auf dem Vorjahresniveau aus, obwohl negative Auswirkungen durch die Corona-Pandemie nicht auszuschliessen seien.

Das gelte auch für weiter schwelende internationale Handelskonflikte und wieder zunehmende politische Spannungen mit neuen gegenseitigen Handels-, Finanz- und sonstigen Sanktionen. Weitere Risiken könnten sich aus volatilen Erzeugerpreisen, einer Veränderung der politischen Rahmenbedingungen für die Landwirte in den Kernmärkten sowie einer Abschwächung der Branchenkonjunktur ergeben.

Die Wachstumsmärkte in Osteuropa, Nordamerika und Asien sollen laut Böck verstärkt erschlossen werden. Für das Investitionsvolumen im Geschäftsjahr 2021 werde das Vorjahresniveau angepeilt. 

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