29.11.2016 06:09
Quelle: schweizerbauer.ch - Jonas Ingold, LID
Landmaschinen
Die digitale Welt der Landwirtschaft
Die Welt wird digital. Mit ihr auch die Bäuerinnen und Bauern. Landwirtschaft 4.0 ist das derzeit viel gebrauchte Wort. Dazu gehört die Feldbearbeitung per zentimetergenauem GPS ebenso wie datenbasierte Infos zum Pflanzenbau oder bei der Tierhaltung.

Die digitale Gesellschaft bringt zahlreiche Vorteile für die Nutzer. Bezahlen per Smartphone, Lebensmittel per Klick nach Hause liefern lassen. Sie weckt aber auch Ängste, gerade in der Arbeitswelt.

So hat 20 Minuten kürzlich berichtet, dass die Digitalisierung 100'000 KV-Jobs bedrohe. Grund: Die Arbeit könnte künftig von Robotern oder günstigeren Angestellten im Ausland erledigt werden.

Menschen werden nicht vollständig durch Roboter ersetzt

Dass in naher Zukunft die Bäuerinnen und Bauern durch Roboter ersetzt werden ist unwahrscheinlich. Aber sie greifen immer mehr auf Hilfsmittel zurück, welche die Arbeit erleichtern.

Ein Beispiel dafür ist der satelliten-basierte Pflanzenbau. Mittels Satelliten-Navigation ist es möglich, dass die Maschine dem Fahrer das Steuern abnimmt und ein Feld zentimetergenau bearbeitet werden kann. Mit zusätzlichen Korrektursignalen kann die Genauigkeit dabei auf unter 2 Zentimeter optimiert werden.

Bald vollautomatische Feldbearbeitung?

Die Landtechnik-Geräte können wie auf einer Rennstrecke mit Telemetrie-Systemen überwacht werden, drahtlos per Internet. Was die einen als Vorteil sehen, wird von den anderen kritisch gesehen. Denn auch die Fahrer können so lückenlos überwacht werden.

Eine Stufe weiter gehen Geräte, welche die Arbeit gleich selbst erledigen. So arbeiten Berner Fachhochschulen derzeit an einem Feldroboter, der in rund zwei Jahren marktauglich sein soll. Allein eine ausgereifte Technik reicht aber noch nicht, um die Roboter aufs Feld zu bringen. Auch Sicherheitsaspekte müssen genau angeschaut werden.

Eine weitere technische Errungenschaft sind Drohnen. Sie dienen nicht nur Hobby-Fotografen als nützliches Utensil, sondern können dank Wärmebildüberwachung Rehkitze retten und beim Pflanzenschutz helfen. Spezielle auf Drohnen montierte Kameras erkennen Schädlinge, Pilzbefall oder Unkräuter von oben. Damit können Probleme frühzeitig erkannt werden.

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