10.02.2015 09:15
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Aebi
Aebi: Mehr Arbeiten bei gleichem Lohn
Die Aebi& Co. AG in Burgdorf BE reagiert auf die Frankenstärke. Die Mitarbeiter arbeiten seit Anfang Woche drei Stunden mehr und das bei gleichem Lohn. Die Massnahme ist auf 15 Monate begrenzt.

Die Aufhebung des Euromindestkurses schlug Mitte Januar ein wie ein Blitz. Auch der Land- und Maschinenhersteller Aebi &Co. reagiert auf die Aufwertung des Frankens, denn gut 70 Prozent der in Burgdorf montierten Maschinen werden exportiert. Aebi produziert unter anderem Zweiachsmäher und Bergtransporter für die Landwirtschaft.

Wie die „Berner Zeitung“ in ihrer Dienstagsausgabe berichtet, arbeiten die 230 Beschäftigten seit Montag pro Tag 36 Minuten länger. Das ergibt pro Woche eine Mehrarbeit von rund 3 Stunden. Die Massnahme ist auf maximal 15 Monate beschränkt, zudem ist diese an den Eurokurs gekoppelt. Sollte die Gemeinschaftswährung wieder stärker werden, wird die Arbeitszeiterhöhung schrittweise reduziert.

Die angeordnete Massnahme schlägt voll durch. Dank der vollen Auftragsbücher und der Mehrarbeit müssen weniger temporäre Arbeitskräfte verpflichtet werden. „Bis Ende Juni sind wir voll ausgelastet“, sagt Aebi-Chef Marco Studer. Die Aufträge wurden aber vor der Aufhebung des Euromindestkurses abgeschlossen. Das Akquirieren neuer Aufträge dürfte schwieriger werden. Studer verweist auf die Mitbewerber aus Österreich, die nun einen „grossen“ Währungsvorteil hätten.

Das Unternehmen habe aber in den vergangenen Jahren viel in die Entwicklung der Fahrzeuge investiert, so Studer. Deshalb habe Aebi einen technischen Vorsprung. Beeindruckt zeigt er sich aber auch von den Mitarbeitern. Diese hätten positiv auf die längeren Arbeitszeiten reagiert.

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