1.05.2016 08:35
Quelle: schweizerbauer.ch - Stephan Schmidlin, Mannheim (D)
John Deere
Auf den Spuren einer Legende
Dass die Serie 6M für John Deere nicht nur der «Billigtraktor» ist, beweisen viele neue Details, insbesondere beim Getriebe.

Der 7810 von John Deere wurde etwa vor 20 Jahren in den Markt eingeführt. Damals war er in der Klasse um die 200 PS das Mass aller Dinge und wurde danach von vielen Herstellern quasi kopiert. Dieser Traktor hatte sich so bewährt, dass selbst heute noch viele Leute von John Deere regelrecht ins Schwären kommen, wenn sie von ihm erzählen.

Logisch, dass man bei John Deere  gerne wieder einen solchen Schlager im Verkaufsprogramm hätte. Mit der Einführung des 6195 M sind die Leute aus dem Mannheimner John-Deere-Werk überzeugt, einen würdigen Nachfolger gefunden zu haben.

Gleiche Gene

So hat der neue 6195 M erstens mit einer Nennleistung von 195 PS und einer Maximalleistung von 206 PS in etwa die gleiche Leistung wie sein bekannter Vorgänger. Zweitens ist der Radstand 2,8 m bei beiden Traktoren gleich, und drittens haben trotz der modernen Technik des 6195 M beide Traktoren das gleiche Leergewicht. Ungeachtet aller Nostalgie ist der 6195 M ein moderner Traktor und entspricht mit SCR und DPF natürlich den neusten Abgasnormen der Stufe 4.

Weiter stehen der ganzen Serie 6M insgesamt fünf verschiedene Getriebevarianten zur Wahl. Bei der neusten Variante handelt es sich um das Commond Quad Plus. Dieses Getriebe basiert technisch auf dem bekannten Power-Quad-Getriebe mit fünf Gängen und vier Lastschaltstufen. Es wurde in der Vergangenheit bei den Sechszylindermodellen eingesetzt.

Für die Serie M  hat John Deere das Getriebe überarbeitet und «automatisiert». Konkret heisst das, dass nun nicht nur die Lastschaltstufen, sondern auch die Gänge von der Automatik geschaltet werden können. Dieses Getriebe steht nicht nur den drei Modellen mit einem Sechszylindermotor zu Verfügung, sondern kann auch in den fünf Modellen mit einem Vierzylinder verbaut werden.

Mehr Hydraulik

Änderungen gibt es auch bei der Hydraulik zu vermerken. So kann die Serie M nun auch mit vier elektrischen Steuergeräten im Heck und maximal drei in der Front ausgerüstet werden. Ausserdem kann der neue 6M auf Wunsch auch mit einem Power-beyond-Anschluss ausgestattet werden.  Für Einsätze mit einem Frontlader steht natürlich auch der bekannte elektrische Joystick von John Deere zur Verfügung.

Weiter hat John Deere auch den Komfort der Serie M verbessert. So konnten die Traktoren der Serie M schon bis anhin mit der Vorderachsfederung TLS ausgerüstet werden. Seit Neustem können sie nun auch noch mit einer Kabinenfederung bestückt werden. Zwar handelt es sich dabei lediglich um die einfache mechanische Variante, laut John Deere soll sie aber dennoch den Fahrkomfort um mindestens 10 Prozent verbessern.

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