14.03.2013 09:37
Quelle: schweizerbauer.ch - blu/sda
Landtechnik
Bucher Industries profitiert von höheren Weizen- und Maispreisen
Die Bucher-Industriegruppe hat im vergangenen Jahr bei Umsatz und Gewinn kräftig zugelegt. Das Mischunternehmen, dessen grösste Sparte Landmaschinen herstellt, profitierte von finanzkräftigeren Bauern infolge höherer Weltmarktpreise für Weizen und Mais.

Der Umsatz der Gruppe stieg um 11,7 Prozent auf 2,61 Mrd. Franken. Operativ und unter dem Strich steigerte sich Bucher jeweils um über ein Fünftel: Das Betriebsergebnis (Ebit) kam bei 229,1 Mio. Fr. zu liegen, während beim Reingewinn 154,2 Mio. Fr. zusammenkamen, wie am Donnerstag bekannt gegeben wurde. Die Zahlen sind höher als von Analysten erwartet und bescheren den Aktionären eine bessere Dividende. Statt 4 Fr. gibt es nun 5 Fr. pro gehaltenem Titel.

Hervorragende Profitabilität bei Landmaschinen

Die im Geschäftsbereich Kuhn Group beheimatete Landmaschinensparte Kuhn Group ist gemäss firmeneigenen Angaben weltweit führender Hersteller von spezialisierten Landmaschinen für Bodenbearbeitung, Sätechnik, Düngung, Pflanzenschutz, Landschaftspflege, Futterernte und Fütterungstechnik. 

Die Hauptmärkte von Kuhn Group entwickelten sich im Berichtsjahr insgesamt gut, teilt Bucher mit. Besonders in Westeuropa und Brasilien hätten die Landwirte von einem starken Anstieg der Weltmarktpreise für Weizen und Mais profitiert. Dies habe sich auch auf die Milch- und Fleischpreise ausgewirkt. Kuhn Group konnte den Umsatz in diese Sparte gegenüber 2011 um 19 Prozent auf 1,22 Mrd. Fr. steigern. Auch das Betriebsergebnis und die Betriebsgewinnmarge fielen deutlich besser aus. Die Steigerung sei auf eine höhere Flexibilität, Effizienz, Kostenbewusstsein sowie der guten Auslastung der Kapazitäten erreicht worden. Kuhn Group investierte vergangenes Jahr in den Ausbau der Kapazitäten in Nordamerika und in die Erweiterung des europäischen Logistikzentrums.

Grossauftrag für Stadt Moskau

Die Märkte für Kommunalfahrzeuge, der zweitgrössten Sparte der Gruppe, entwickelten sich stabil. Dabei konnte Bucher auch einen Grossauftrag von 50 Mio. Fr. von der Stadt Moskau bearbeiten, der die Kapazitäten im ersten Halbjahr auslastete. In Europa erwies sich der Markt für Kehrfahrzeuge auf tiefem Niveau stabil.

Auch die Glasbehälterindustrie zeigte sich im Grossen und Ganzen wie im Vorjahr: Dort stellt Bucher Maschinen für die Glasproduktion her. Eine Abschwächung wegen sinkender Nachfrage nach Industriehydraulik und Baumaschinen in Westeuropa und China erlebte die Sparte für Hydraulik-Komponenten.

Für 2013 optimistisch

Der Auftragseingang der Bucher-Gruppe sank um 3,8 Prozent auf 2,49 Mrd. Franken, während der Auftragsbestand Ende Jahr mit 795,3 Mio. Fr. um 13,8 Prozent unter dem Vorjahreswert lag. Die Bucher-Führung zeigt sich aber dennoch optimistisch für das laufende Jahr.

Landmaschinen dürften weiter gut laufen, wenn auch mit tieferen Wachstumsraten. In den anderen Firmenteilen werde sich die Nachfrage laut der Einschätzung etwa so entwickeln wie bisher, wobei die Hydraulikkomponenten wegen Zukäufen beim Umsatz zulegen sollten.

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