27.04.2017 08:46
Quelle: schweizerbauer.ch - blu/sda
Bucher
Bucher: Kuhn erholt sich
Nach einem schwierigen Jahr scheint der Maschinenbauer Bucher wieder auf Kurs zu kommen. Im ersten Quartal gingen 14,4 Prozent mehr neue Aufträge ein als im Vorjahreszeitraum. Bei der grössten Sparte, der Landtechnik, hat sich die Lage deutlich verbessert.

Die grösste Sparte Kuhn Group verzeichnete eine rege Nachfrage nach Landmaschinen. Die Aufträge nahmen hier um 24,6 Prozent zu, wie Bucher am Donnerstag mitteilte. Das Plus im Vergleich zum Vorjahr beträgt 44 Millionen und kommt auf 224 Millionen Franken zu stehen. Bucher Industries führt auf eine bessere Lage im Markt für Futterernte und Fütterungstechnik sowie stabiliere Milchpreise zurück. "Der nordamerikanische Markt zeigte sich in diesem Segment dynamisch und in Europa entwickelte sich die Nachfrage tendenziell positiv", heisst es im Communiqué. Im Ackerbau halte der Preisdruck jedoch weltweit weiter an.

Auch in allen anderen Sparten, ausser Bucher Specials, lagen die Aufträge über Vorjahresniveau. Die Entwicklung deutet darauf hin, dass auch die Umsätze im Jahresverlauf wieder anziehen dürften.  In den ersten drei Monaten betrug das Umsatzplus auf Konzernebene erst 2,2 Prozent. Bereinigt um Währungseinflüsse und Zukäufe wuchs Bucher gar nur um 0,8 Prozent.

Die Verkauferlöse bei der Kuhn Group gingen im 1. Quartal um 6 Millionen (-2%) auf 286 Millionen Franken noch leicht zurück. Ebenfalls einen Umsatzrückgang setzte es bei den kleineren Sparten Bucher Emhart Glass (-2,6 Prozent) und Bucher Specials (-1,6 Prozent) ab. Bucher Municipial (+23 Prozent) und Bucher Hydraulics (+6,1 Prozent) konnten dagegen zulegen. Im vergangenen Jahr hatte Bucher noch die sinkende Nachfrage nach Landmaschinen zu schaffen gemacht. Der Gewinn fiel 2016 um über 15 Prozent auf 118 Millionen Franken.

Erst im März war bekannt geworden, dass die Wettbewerbskommission (Weko) eine Untersuchung gegen die Tochtergesellschaft Bucher-Landtechnik AG wegen möglicherweise unzulässiger Wettbewerbsabreden gestartet hatte. In diesem Zusammenhang kam es auch zu einer Hausdurchsuchung. Im Zentrum der Untersuchung der WEKO stehen Anhaltspunkte, dass die Bucher Landtechnik AG mit der Bindung des Bezugs von Ersatzteilen für Traktoren (New-Holland, Case IH und Steyr) an den Verkauf von Traktoren der entsprechenden Marken Parallelimporte verhindert. Es besteht auch ein Verdacht, dass Bucher Landtechnik AG ihren Wiederverkäufern Beschränkungen des geografischen Absatzgebietes für den Weiterverkauf auferlegt hat.

 

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