27.10.2015 09:12
Quelle: schweizerbauer.ch - sda/blu
Bucher
Bucher: Landmaschinen-Nachfrage sinkt weiter
Die im Bereich Landmaschinen und Maschinenbau tätige Bucher Industries kämpft weiter mit rückläufigen Aufträgen. Der Auftragseingang in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2015 reduzierte sich um 11 Prozent auf 1,78 Milliarden Franken.

Bereinigt um Währungseffekte ergab sich ein Minus von 3,6 Prozent, bereinigt zusätzlich um Akquisitions- und Devestitionseffekte eines von 4,3 Prozent. Der Auftragsbestand per Ende September lag mit 627,7 Millionen Franken um rund 14 Prozent über dem Wert von Ende Juni. Sorgen bereitet Bucher auch die Auftragslage. Der Auftragsbestand per Ende September lag bei fast 628 Millionen Franken. In den ersten neun Monaten brachen die Auftragseingänge damit um 11 Prozent ein. Per Ende September beschäftigte Bucher 11'222 Mitarbeitende, das sind 4,6 Prozent weniger als noch vor einem Jahr.

Erwartungen in etwa erreicht

Der Umsatz fiel ebenfalls um 11 Prozent auf 1,89 Milliarden Franken zurück, in Lokalwährungen lag die Differenz bei minus 3,8 Prozent und bereinigt auch um Konsolidierungseffekte bei minus 4,4 Prozent, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Die Aufwertung des Schweizer Frankens habe rund 7 Prozent zum Umsatzrückgang beigetragen.

Gegenüber den bereinigten Minusraten von 7,0 Prozent beim Auftragseingang und von 2,9 Prozent beim Umsatz nach sechs Monaten ergibt sich somit für das dritte Quartal zumindest beim Auftragseingang eine gewisse Stabilisierung, worauf auch der wieder angestiegene Auftragsbestand hindeutet. Mit dem ausgewiesenen Zahlenset hat Bucher die Erwartungen der Analysten in etwa erreicht. Beim Auftragseingang ergab sich eine Punktlandung, während der Umsatz leicht hinter den Schätzungen zurückblieb.

Landmaschinen: Nachfragerückgang teils 40 Prozent

Bei der Kuhn Group hat sich der Nachfragerückgang auch im dritten Quartal 2015 fortgesetzt. "Kuhn Group gelang es jedoch, besser als der Gesamtmarkt abzuschliessen", schreibt Bucher. Die Rückgänge sind aber teils dramatisch. Im Ackerbau betrug der Rückgang der Nachfrage in vereinzelten Produktfamilien teilweise bis zu 40 Prozent. Als Grund werden die weltweit sinkenden und stark volatilen Preise für Ackerbauerzeugnisse genannt.

In Nordamerika blieb die Nachfrage nach Maschinen für die Milch- und Fleischwirtschaft gut, während sich in Brasilien zusätzlich die konjunkturelle Schwäche stark bemerkbar machte. Strengere Finanzierungsbedingungen in einigen Regionen verschärften die Situation. Insgesamt reduzierte sich der Umsatz in der wichtigsten Sparte des Konzerns um 14,3 Prozent auf 845,8 Mio. Fr. Der Auftragseingang reduzierte sich um 19 Prozent auf 705,7 Mio. Fr. Bucher reduzierte hier den Personalbestand um fast 8 Prozent auf 4876.

Gedämpfte Aussichten

Für das Gesamtjahr 2015 erwartet der Konzern ohne Berücksichtigung der Währungseinflüsse einen Umsatzrückgang und einen tieferen Betriebsgewinn.

Mit den Zahlen hat Bucher die Erwartungen der Analysten in etwa erreicht. Beim Auftragseingang ergab sich eine Punktlandung, während der Umsatz leicht hinter den Schätzungen zurückblieb. An der Schweizer Börse verloren die Bucher-Titel bis gegen Mittag 1,3 Prozent an Wert. Sie gaben damit stärker nach als der Gesamtmarkt.

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