27.10.2014 08:14
Quelle: schweizerbauer.ch - sda/blu
Bucher
Bucher: Landmaschinensparte schwächelt
Trotz der rückläufigen Nachfrage in seinem Hauptmarkt Landmaschinen hat der Industriekonzern Bucher seine Geschäfte in den ersten neun Monaten 2014 ausweiten können: Der Umsatz erhöhte sich per Ende September um 5,7 Prozent auf 2,1 Mrd. Franken, wie Bucher am Montag mitteilte. Der Auftragseingang stieg um 2,1 Prozent auf 2 Mrd. Franken.

Insgesamt haben sich die Märkte von Kuhn Group rückläufig entwickelt. Dazu zählt der europäische Markt, wobei Frankreich besonders betroffen war. Nordamerika hingegen profitierte weiter von positiven Impulsen. Die Einkommen Ackerbauern nahmen weltweit wegen den deutlich sinkenden Preise für Soja, Mais und Weizen ab.

Landmaschinen: Sinkender Auftragseingang

Bucher habe sich dank der starken Position für von Milch- und Fleischproduzenten benötigte Gerätschaften sowie der guten geographischen Abdeckung besser als der Gesamtmarkt behaupten können, heisst es weiter in der Mitteilung. Die beiden Marktsegmente konnten jedoch den Rückgang im Ackerbau nicht kompensieren. Der Auftragseingang hat sich bei Kuhn in der Folge zurückgebildet. Nach Plan verläuft die Integration von Bucher-Montana in Brasilien.

In der Landmaschinensparte Kuhn Group blieb der Umsatz praktisch unverändert bei 986,7 Mio. Franken (-0,3 Prozent), der Auftragseingang sank um 1,9 Prozent auf 870,1 Mio. Franken.

Gesamtkonzern rechnet mit Umsatzzunahme

Die Märkte von Bucher Industries entwickelten sich unterschiedlich. In Westeuropa schwächte sich die Konjunktur auch wegen der politischen Unruhen in Osteuropa und dem mittleren Osten ab. Dank der breit abgestützten Präsenz beeinflusste dies den Konzern jedoch nicht wesentlich. In Amerika blieb die Stimmung freundlich, während Asien auf tiefem Niveau verharrte. In diesem Umfeld legten Auftragseingang und Umsatz weiter zu, obwohl sich die Nachfrage im Hauptmarkt Landmaschinen rückläufig zeigte, heisst es weiter

Der Konzern bestätigt seine Prognose für das Gesamtjahr. Bucher rechnet weiterhin mit einer Umsatzzunahme und eine moderat geringeren Profitabilität als 2013.

Kommunalfahrzeuge gefragt

Im Markt für Kommunalfahrzeuge verzeichnete Bucher ein Umsatzplus von 14,5 Prozent auf 296 Mio. Franken und einen Anstieg des Auftragseingangs um 11,8 Prozent auf 311,3 Mio. Franken. Ein Umsatzplus von 5,5 Prozent auf 364,9 Mio. Franken gab es bei Bucher Hydraulics. Die Sparte steigerte ihren Auftragseingang um 9,9 Prozent auf 370,2 Mio. Franken. Bei den Glasformungs- und Inspektionsmaschinen (Emhart Glass) stieg der Umsatz um 11,5 Prozent auf 263,6 Mio. Franken. Der Auftragseingang schrumpfte hingegen um 4 Prozent auf 265,3 Mio. Franken.

In der Sparte Bucher Specials, die unter anderem Weinproduktionsanlagen herstellt, stieg der Umsatz stark um 29,2 Prozent auf 238,9 Mio. Franken. Aufträge erhielt sie in Höhe von 219,1 Mio. Franken, was einem Plus von 20,4 Prozent entspricht.

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