3.02.2015 08:59
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Bucher
Bucher: Schwächelnde Landmaschinensparte
Bucher Industries konnte im vergangenen Jahr den Umsatz um vier Prozent auf 2,8 Mrd. Franken steigern. Der Konzern rechnet mit einem Konzernergebnis, dass knapp unter dem Rekordwert von 2013 zu liegen kommen sollte. Als einzige Division verzeichnete die Kuhn-Gruppe einen Umsatzrückgang.

Die Märkte von Bucher Industries haben sich unterschiedlich entwickelt. Die Konjunktur in Westeuropa schwächte sich ab, der amerikanische Markt hingegen blieb freundlich. Asien verharrte gemäss Bucher weiter auf tiefem Niveau.

Auftragseingang leicht höher

Bucher gelang es aber in diesem Marktumfeld den Auftragseingang und den Umsatz zu erhöhen. Der Umsatz stieg um 4 Prozent auf 2,8 Mrd. Franken, der Auftragseingang erhöhte sich um 1 Prozent auf 2,7 Mrd. Franken. Mit Ausnahme des Geschäfts mit spezialisierten Landmaschinen der Kuhn Gruppe trugen alle Divisionen zum Wachstum bei.

Für das Geschäftsjahr 2014 rechnet Bucher Industries gemäss Communiqué von Dienstag mit einem Rückgang des Betriebsergebnisses und einem Konzernergebnis knapp unter dem Rekordwert des Vorjahrs.

Kuhn: Märkte entwickeln sich rückläufig

Die Landmaschinen-Division von Bucher Industries bleibt mit einem Umsatz von 1,26 Mrd. Fr. die Grösste des Konzerns. Dieser hat sich aber 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 Prozent verringert. Auch der Auftragseingang entwickelte sich rückläufig. Dieser reduzierte sich um 3,2 Prozent auf 1,22 Mrd. Fr. Der Rückgang bei diesen beiden Kennzahlen sei aber weniger ausgeprägt als beim Gesamtmarkt für Landmaschinen, hält Bucher fest.

Die Hauptmärkte der Kuhn Gruppe in West- und Osteuropa sowie in Amerika entwickelten sich insgesamt rückläufig. Die sinkenden Weltmarktpreise für Soja, Mais und Weizen haben sich gemäss Bucher negativ auf die Nachfrage im Ackerbau ausgewirkt. In der Viehwirtschaft blieb das Preisniveau ansprechend, während die Preise in der Milchwirtschaft in der zweiten Jahreshälfte leicht zurückgingen, heisst es weiter. Diesen Bedingungen habe sich Kuhn Group nicht ganz entziehen können.

Aussichten durchzogen

Für 2015 geht Bucher Industries nicht von einer „wesentlichen“ Verbesserung des ökonomischen Umfelds aus. Der Markt für Landmaschinen wird sich gemäss Angaben von Bucher leicht rückläufig entwickeln. Bei den Kommunalfahrzeugen von Bucher Municipal dürfte der 2014 fertig gestellte Grossauftrag der Stadt Moskau schwierig zu kompensieren sein. Bucher Hydraulics und Bucher Specials rechnen mit einer leichten Belebung der Nachfrage, die den Rückgang in der Landwirtschaft kompensieren dürfte.

Ohne Berücksichtigung der Währungseinflüsse seit Mitte Januar 2015 geht der Konzern für 2015 von einem leichten Umsatzrückgang aus. Das Erstarken des Frankens wirkt sich bei Bucher vor allem bei der Umrechnung der Fremdwährungen aus. Denn nur weniger als 10 Prozent der insgesamt über 11‘500 Beschäftigten arbeiten in der Schweiz. „Bei einer Umrechnung der Jahresrechnung 2014 in Schweizer Franken mit den Wechselkursen seit Mitte Januar 2015 wäre der Umsatz 2014 um rund 400 Mio. Fr. und die Betriebsgewinnmarge um weniger als 1 Prozentpunkt tiefer ausgefallen“, so Bucher.

Das detaillierte Jahresergebnis 2014 wird am 5. März 2015 vorgelegt.

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