24.09.2014 12:06
Quelle: schweizerbauer.ch - Heinz Röhtlisberger
Rübenvollernter
Der Rübenroder mit viel Auflagefläche
Die Firma Grunderco und Lohnunternehmer Urs Bütikofer zeigten in Ruppoldsried BE den Rübenvollernter Maxtron.

Selbstfahrende Zuckerrübenvollernter interessieren. Das zeigte sich auch am vorletzten Samstag wieder. Zahlreiche Besucher waren der Einladung von Urs Bütikofer gefolgt. Der Lohnunternehmer aus Limpach BE zeigte auf dem Rübenfeld von Walter Moser in Ruppoldsried BE seinen auf diesen Herbst hin angeschafften Grimme-Rübenvollernter Maxtron mit Raupenfahrwerk im Praxiseinsatz. 

Fokus auf Raupen

Der Kauf des 6-Reihen-Roders hat  für viel Gesprächsstoff gesorgt, denn die Rübenernte wird in dieser Region von Anbietern mit Radrodern bereits gut abgedeckt. Bütikofer, der hauptsächlich in der Lohndrescherei tätig ist, nennt das Raupenfahrwerk am Grimme-Maxtron als einer der Hauptgründe für seine Investition in die Rübenerntetechnik.

«Die Nachfrage nach einem Vollernter mit Raupenlaufwerk nimmt bei vielen Rübenbauern wegen der Vorteile bei der Bodenschonung zu», meinte Bütikofer am Rande der Vorführung. Er sei überzeugt, dass aufgrund dieser Nachfrage früher oder später auch ohne sein Dazutun ein Raupenroder in die Region gekommen wäre.

Fünf mit Raupen

Deshalb habe er sich auf dieses Jahr hin entschieden, in einen Maxtron zu investieren, bevor dies ein anderer gemacht habe. «Mit ein Grund war zudem, dass die Rübenanbaufläche in der Region merklich zugenommen hat und es damit auch mehr zu ernten gibt», sagte Bütikofer weiter. Ob es nun in der Region zu einem Preiskampf bei der Rübenernte kommt, verneinte Bütikofer. Solche Selbstfahr-Erntemaschinen müssten ihren Hektarpreis haben, sonst müsse man erst gar nicht investieren. 

«Die Aufstandsfläche mit diesem Fahrwerk inklusive der Zwillingsbereifung hinten beträgt 5000 cm2», erklärte Ueli Galli von Grimme-Importeur Grunderco vor der Praxisvorführung. Erstmals präsentierte die Firma Grimme  aus Damme (D) den Maxtron im Jahr 2004. In der Schweiz sind heute fünf davon mit Raupe und einer mit Radfahrwerk im Einsatz.

Mit Neigungsausgleich

Der Maxtron von Lohnunternehmer Bütikofer ist mit einem Neigungsausgleich von ±5 Grad ausgestattet. Dank hinterem Drehkranz und Zwillingsbereifung kann die Maschine an Ort und Stelle wenden. Beim Rodeaggregat kommt das Inlineverfahren zur Anwendung. Mit diesem werden die gehäckselten Rübenblätter zwischen den Rübenreihen abgelegt.

Die Rüben werden mit dem System Radrodeschar vertikal aus dem Boden gezogen. «Dieses System hat grosse Vorteile bei nassen, klebrigen Bedingungen», sagte Galli. Dank hoher und fahrgeschwindigkeitsabhängiger Voreilung der Schare sei die Erdaufnahme gerade bei nassen Bedingungen nur gering. Unkräuter werden von der Schar zudem einfach durchgeschnitten.

Über Fahrwerk hinweg

Bei der Reinigung kommen ein Siebband und 13 Reinigungswalzen zum Einsatz. Die führen den Rübenfluss über das Raupenfahrwerk hinweg auf die Bunkerbefüllbänder. Das Fassungsvermögen des Bunkers beträgt 22 Tonnen bei einem Gesamtgewicht der Maschine von gut 50 Tonnen.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE