26.08.2018 15:29
Quelle: schweizerbauer.ch - Michael Götz
Smart Farming
Die Raupe mulcht ferngesteuert
Die diesjährige Güttinger Feldtagung befasste sich mit nachhaltigem Pflanzenschutz. Gezeigt wurden zudem neue technische Möglichkeiten, wie sich Pflegearbeiten im Obstbau automatisieren lassen.

Auch im Obstbau wird versucht, Pflegearbeiten von Maschinen erledigen zu lassen. Mit Spektralkameras ausgerüstete Drohnen sollen laut Peter Fröhlich von AgriCircle AG aus der Luft erkennen, wo in der Anlage Infektionen auftreten, bevor diese von Auge sichtbar sind. Auch sollen sie helfen, nur dort Pflanzenschutzmittel auszubringen, wo es nötig ist. Wegen ihres hohen Preises von 100000 Franken sind solche Spektralkameras heute aber noch kaum rentabel. 

Lukas Müller von der Andermatt Biocontrol AG stellte ein einfaches Feldmessgerät vor. Dieses misst nicht nur Regenmenge, Blattnässedauer und Temperaturen, sondern zieht auch Daten der Wettervorhersage mit ein und stellt Krankheitsprognosen auf. Es ist am Mobilfunknetz angeschlossen und kostet zwischen 1500 und 3500 Franken.

Ein Team der Robot Makers GmbH in Kaiserslautern (D) entwickelt Steuersysteme für Pflegearbeiten wie Spritzen oder Mulchen. Die Steuerungen lassen sich auf Trägerfahrzeuge aufbauen; die Kosten für die Steuerung liegen in der Grössenordnung von 25'000 Franken. Die Robotertechniker führten das Mulchen mit einem Aebi-Raupenfahrzeug vor. Es findet den Weg durch die Obstreihen selbst. Ziel ist es, die Arbeiten in der Obstplantage am Vortag zu planen und die Maschinen am andern Tag diese autonom durchführen zu lassen.

 

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE