23.04.2015 16:11
Quelle: schweizerbauer.ch - Heinz Röthlisberger
New Holland
Die T7-Serie fährt nun Stufe 4B
Auf der Sima in Paris zeigte New Holland die überarbeitete T7-Baureihe. Die 6-Zylinder-Motoren erfüllen die Abgasnorm Tier 4B Final und geben mehr Leistung. Komplett überarbeitet wurde das Design.

In Sachen Motoren hat New Holland nichts zu klagen. Mit Fiat Power Train (FPT Industrial) hat der Traktorenhersteller einen starken Lieferanten aus dem eigenen Konzern im Rücken. Neustes Beispiel ist der 6-Zylinder-Motor, der mit SCR-Technologie und einem Oxidationsfilter die Abgasnorm der Stufe 4B Final erreicht.

New Holland nennt diese Technik, die ohne Russpartikelfilter und ohne Abgasrückführung auskommt, EcoBlue-HI-eSCR-Technologie. Zur Anwendung kommt dieser Motor unter anderem in den an der Sima in Paris neu vorgestellten T7-Traktoren. Damit geht die T7-Baureihe, die 2011 die T7000er-Traktoren abgelöst hat, in die dritte Version.

Ein Modell mehr

Neu umfasst die Baureihe, die in den USA bereits am Laufen ist, acht Modelle von 140 bis 240 PS Nennleistung. Ergänzt wird die Serie mit dem Modell T7.225 mit Standardradstand 2734 mm und 180 PS Nennleistung, resp. 225 PS mit Power Boost. Dank dem neuen Motor gibt es für alle Modelle mehr Leistung. Bei den T7-Traktoren mit langem Radstand (2884 mm) stieg die Nennleistung gegenüber den Vorgängertyp um 5 Prozent, bei denen mit Standardradstand um 9 Prozent.

Modellabhängig stehen drei Getriebebauarten zur Auwahl: Die drei kleinsten verfügen serienmässig über das bekannte 6-fach-Lastschaltgetriebe RangeCommand. Optional gibt es das Volllastschaltgetriebe PowerCommand oder die stufenlose AutoCommand-Variante. Das Stufenlos- und das Volllastgetriebe gibt es für die stärkeren Modelle. Ausgenommen sind der T7.225 und der T7.270, diese sind nur stufenlos erhältlich.

Viel Licht

Überarbeitet hat New Holland auch das Design. So lassen sich jetzt auf den Traktoren bis zu 16 LED-Scheinwerfer anbringen. Der Motorhaube der Maschinen hat man verlängerte Seitenbleche verpasst. Damit soll der Motorraum laut Hersteller besser vor Schmutz und Fremdkörpern geschützt werden. In der Kabine steht dem Anwender nun ein neues Vorgewendemanagement mit der Bezeichnung HTS II zur Verfügung, mit dem sich komplexe Vorgewendemanöver speichern lassen. Gesteuert wird dies über den serienmässigen IntelliView-IV-Touchscreen.

Das Isobus III erlaubt es, je nach Gerät automatisch die Fahrgeschwindigkeit, das Hubwerk, ein elektrohydraulisches Zusatzsteuergerät und Zapfwellenfunktionen des Traktors zu bedienen. Möglich ist laut New Holland, dass ein kompatibles Anbaugerät die Geschwindigkeit des Traktors steuern kann.

Für die Modelle mit langem Radstand gibt es eine integrierte Fronthydraulik mit mehr Zapfwellen-Leistung sowie ein Antiblockiersystem. Dieses ABS-System reguliert die Bremswirkung der Räder getrennt voneinander und stabilisiert das Fahrzeug bei Bremsmanövern auf rutschigen Strassen. In der Schweiz muss man sich noch etwas gedulden. «Die ersten Modelle der neuen T7-Serie werden voraussichtlich Ende Jahr eintreffen», sagt Ferdinand Smolders, Geschäftsführer vom New Holland Center Schweiz.

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