22.06.2018 09:09
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Fussball-WM
Gritli vor WM-Stadion eingetroffen
Drei Innerschweizer haben vor 14 Tagen in Oberarth SZ mit einem Oldtimer-Traktor ihre Reise an den WM-Austragungsort Kaliningrad gestartet. Am Donnerstag sind sie vor dem Stadion eingetroffen. Die Reise verlief ohne Probleme. -> Mit Videos

Nicht weniger als 1800 Kilometer hat der Oldtimer-Traktor der Marke Bührer zurückgelegt. Gesteuert wurde der ehemalige Industrietraktor mit Jahrgang 1964 von Beat Studer, Werner Zimmermann und Josef Wyer. Die Reise führte von der Schweiz über Deutschland und Polen in die russische Stadt an der Ostsee.

Gritli übersteht Reise schadlos

Am Donnerstagmittag sind die drei Männer nun vor dem Stadion in Kaliningrad eingetroffen. «S‘Gritli isch ohni Zwischfäll in Kaliningrad acho! Grosses Kino», schreiben sie in einem Facebook-Eintrag. Damit können sie am Freitag die drei Nati-Fans das WM-Gruppenspiel der Schweiz gegen Serbien live vor Ort mitverfolgen. Trotz des Unentschiedens gegen Brasilien müssen die Schweizer auf Sieg spielen, um sich die Chance auf das Achtelfinale zu wahren.

Gritli hat die Reise in die russische Exklave zwischen Polen und Litauen praktisch schadlos überstanden. Als ein Lastwagen vorbeifuhr, sei ein Katzenauge kaputt gegangen, sagt Werner Zimmermann zu «Blick». Die Fahrt mit dem Traktor sei das Schönste, das man erleben kann, so der überglückliche Beat Studer.

Idee entstand nach Barragespiel

Das Medieninteresse war vor und während der Reise sehr gross. «Eine russische TV-Station wollte uns am Freitagmorgen um 6 Uhr eine Frühstückssendung drehen. Dazu hätten wir durch die Stadt fahren sollen. Doch wir haben bei aller Wertschätzung dankend abgelehnt», sagte Josef Wyer zu «Blick». Aussergewöhnlich für die drei Männer war die Weite der Natur und die fehlenden Berge. Die Rückreise werden sie aber nicht mehr Gritli bestreiten. Der Oldtimer wird in Polen einer Speditionsfirma für den Transport in die Schweiz übergeben.

Entstanden ist das Projekt im vergangenen November nach dem Barragespiel Schweiz-Nordirland. Als feststand, dass die Schweiz an der Weltmeisterschaft mitspielt, entstand die Idee zur fortgeschrittener Stunde. Ein halbes Jahr später starteten Studer, Wyer und Zimmermann ihre Reise mit dem restaurierten Bührer «Gritli. «In Anlehnung an meine bessere Hälfte Margrith», sagte Beat Studer zu «Schweizer Bauer»

1000 Stunden Arbeit

Den ehemaligen Industrietraktor, sogar mit Druckluftbremse ausgestattet, hat Studer vor Jahren gekauft und restauriert. Bei den Vorbereitungen konnte er auf den noch einzigen Schweizer Traktorenhersteller Sepp Knüsel zählen. Der Geschäftsinhaber und Gründer der Knüsel-Traktoren hat selber angepackt. Gegenüber «Schweizer Bauer» sagte er, dass 1000 Stunden Arbeit in Gritli stecken würden. Knüsel und Studer verbinden Oldtimer-Traktoren. Beat Studer hat ein Museum mit Oldtimern.

Mi der Reise nach Kaliningrad ist auch eine Gönneraktion verbunden. Gesammelt wurde zugunsten der Stiftung "Freude herrscht" von alt Bundesrat Adolf Ogi. 

Das Schweizer Traktor-Trio ist in Russland eingetroffen

?????? Beat Studer, Sepp Wyer und Werner Zimmermann haben die verrückteste WM-Reise der Welt hinter sich. Die drei Nati-Fans sind von der Innerschweiz bis nach Kaliningrad gereist – mit ihrem Traktor «Gritli».

Gepostet von Blick Sport am Donnerstag, 21. Juni 2018
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