29.12.2014 16:06
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Forschung
John Deere nutzt virtuelle Welt zur Produktentwicklung
Als Hauptprojektpartner der Hochschule Mannheim nutzt der Landtechnikhersteller John Deere das kürzlich offiziell in Betrieb genommene Kompetenzzentrum Virtual Engineering (KVE) für die Produktentwicklung und die Integration von Komponenten in bestehende Designs.

Wie der Konzern mitteilte, verfügt das Virtual-Reality-Labor über eine „5-Seiten-Cave“ für die dreidimensionale Projektion. Als Grundlage der Darstellung dient laut Angaben des Unternehmens die Produktentwicklungssoftware „ProE“. John Deere-Vizepräsident Bernhard Haas erhofft sich, durch die gemeinsame Nutzung von Ressourcen und Infrastruktur „eine neue Dimension bei der Integration von Wissenschaft und Anwendungspraxis“ erschliessen zu können.

Diese stelle einen Meilenstein auf dem Weg zur „intelligenten Fabrik“ im Rahmen des strategischen Projekts Industrie 4.0 der Bundesregierung dar. Eigner der rund 300 m² grossen Anlage in unmittelbarer Nachbarschaft des Mannheimer Traktorenwerkes ist laut John Deere das Land Baden-Württemberg. Die Investitionen in Hard- und Software teilen sich die Hochschule Mannheim und das Unternehmen zu gleichen Teilen.

Die zwischen der Hochschule Mannheim und John Deere geschlossene Vereinbarung ermöglicht ausdrücklich auch die Nutzung durch Dritte. Der für die digitale Fertigung bei John Deere zuständige Experte Paul Greif betonte, dass sich mittels virtueller Realität Entwicklungsprozesse beschleunigen und Kosten für den Prototypenbau von vornherein vermeiden liessen. Das sei vor allem für mittelständische Unternehmen interessant, die in eine entsprechend komplexe Technik selbst nicht investieren könnten.

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