22.02.2016 06:09
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
John Deere
John Deere spürt Konjunkturschwäche
Die weltweite Konjunkturschwäche auf den Märkten für Land- und Baumaschinen hat auch deutliche Spuren in den jüngsten Geschäftszahlen des US-Landtechnikherstellers John Deere hinterlassen.

Wie Deere & Company am vergangenen Freitag berichtete, schmolz der Gewinn im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2015/16 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um mehr als ein Drittel auf 254,4 Mio. USD (251 Mio. Fr.). Hinsichtlich des Umsatzes meldete der Konzern für den Zeitraum November 2015 bis Januar 2016 einen Rückgang um 13 Prozent auf 5,25 Mrd. USD (5,19 Mrd. Fr.).

Der Verwaltungsratsvorsitzende des Landtechnikunternehmens, Samuel Allen, betonte indes, dass alle Sparten „deutlich in der Gewinnzone“ geblieben seien und dabei vom „Erfolg der Massnahmen, rascher reagierende Kostenstrukturen zu schaffen“, profitiert hätten. Laut Bericht führten in der Landmaschinensparte vor allem geringere Liefermengen, ungünstige Umrechnungskurse und ein weniger vorteilhaft zusammengesetztes Produktprogramm zu einer annähernden Halbierung des Quartalgewinnes auf 144 Mio. USD (142 Mio. Fr.).

Für den Geschäftsbereich Bau- und Forstmaschinen wies Deere & Company einen Gewinn von 70 Mio. USD (69 Mio. Fr.) aus, der damit gegenüber der Vorjahresperiode sogar um mehr als die Hälfte zurückging. Hauptursache für diese Entwicklung seien geringere Liefermengen gewesen. Der Einnahmeausfall habe nur teilweise durch geringere Vertriebs-, Verwaltungs- und Gemeinkosten aufgefangen werden können.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2015/16 rechnet die Konzernspitze jetzt mit einem Gewinn von rund 1,3 Mrd. USD (1,28 Mrd. Fr.). Das wäre im Vorjahresvergleich ein Minus von 34 Prozent. Dabei wird davon ausgegangen, dass der Branchenumsatz mit Landmaschinen und Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege in den Vereinigten Staaten und Kanada in diesem Jahr gegenüber 2015 um 10 Prozent niedriger ausfallen wird. Um 10  bis 15 Prozent soll dieser in Südamerika sinken, während die Erlöse der Branche in Europa weitgehend stabil blieben sollen.

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