31.01.2018 09:40
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Bucher
Landtechnik verleiht Bucher Flügel
Bucher Industries blickt auf ein erfolgreiches 2017 zurück. Umsatz und Auftragseingang nahmen deutlich zu. Alle Divisionen legten zu. Besonders die grösste Sparte, die Kuhn-Gruppe, ist kräftig gewachsen.

2017 konnte Bucher den Umsatz um 9.4 Prozent oder fast 300 Millionen auf 2.65 Mrd. Franken steigern. Der Auftragseingang erhöhte sich um fast 500 Millionen (+18.3%) auf 2.87 Mrd. Franken. Der Konzern rechnet mit einer verbesserten Betriebsgewinnmarge und einer deutlichen Zunahme des Konzernergebnisses.

40 Prozent von Kuhn

Der Konzern führt dies auf eine markant höhere Nachfrage nach den spezialisierten Produkten zurück. Die Ende 2016 gestiegenen Preise in der Milch- und Viehwirtschaft blieben 2017 auf gutem Niveau stabil, so Bucher. Dies habe zu einer Erholung des Marktes für Landtechnik geführt. Die Kommunalfahrzeuge profitierten von konjunkturellen Verbesserungen und den damit verbundenen Investitionen der Städte und Kommunen. Die Märkte für hydraulische Systemlösungen und Komponenten und für die Glasbehälterindustrie entwickelten sich erfreulich.

Die grösste Division von Bucher ist die Landtechnik. Der Umsatz stieg um über 13 Prozent (+146 Mio. Fr.) und knackte die Milliarden-Marke. Der Umsatz kam auf 1.08 Mrd. Fr. zu liegen. 40 Prozent des Umsatzes realisiert Bucher damit mit Kuhn. Der Auftragseingang erhöhte sich um knapp 20 Prozent (203 Mio.) auf 1.14 Mrd. Fr.

Kuhn: Erholung nach drei Jahren

Nach drei schwierigen Jahren setzte bei Kuhn 2017 eine Erholung des Marktes ein. Bucher führt die Belebung des Geschäfts auf gestiegene Preise für Milch und Fleisch in Europa und eine damit erhöhte Nachfrage nach Maschinen für die Futterernte und Fütterungstechnik zurück. 

Beim Ackerbau sei Kuhn jedoch weiter tiefen und volatilen Preisen ausgesetzt, heisst es in der Mitteilung. Vor allem in Nordamerika waren die Landwirte angesichts der vollen Lager und tiefen Einkommen zurückhaltend bei Investitionen. Der wichtige Markt Frankreich hatte noch immer mit den Folgen der schlechten Ernten im Vorjahr zu kämpfen. 

Schwieriges Schweizer Landtechnik-Geschäft

Das Europageschäft entwickelte sich sonst positiv. Die verbesserten Marktbedingungen haben sich gemäss Bucher in der Milch- und Viehwirtschaft im Auftragseingang und Umsatz von Kuhn positiv zu Buche geschlagen. Für 2017 rechnet Kuhn Group mit einer nur leicht höheren Betriebsgewinnmarge im Vergleich zum Vorjahr, da die Materialkosten gestiegen sind und in Nordamerika der Umsatz tief ausfiel.

Bei der Division Bucher Specials, die das Schweizer Landtechnikgeschäft beinhaltet, zeigt sich ein unterschiedliches Bild. Bucher Unipektin und Bucher Vaslin hatten mit ungünstigen Wetterbedingungen zu kämpfen, welche die Nachfrage ihrer Kunden nach Fruchtsaftpressen bzw. Weinproduktionsanlagen spürbar dämpften. Der Schweizer Markt für Landtechnik gestaltete sich verhalten und tendenziell rückläufig, hält Bucher fest. Die Division konnte den Umsatz um 9 Millionen auf 272 Millionen steigern. Der Auftragsbestand sank um 5.6 Prozent auf 275 Mio. Franken.

Positive Aussichten

Für 2018 geht Bucher von einem mehrheitlich positiven Marktumfeld aus. So rechnet der Konzern mit verbesserten Bedingungen in der Milch- und Viehwirtschaft. Mit Unsicherheiten wird bei den Ackerbauerzeugnissen hinsichtlich der Preise gerechnet. 

«Während die Erholung in Europa anhalten dürfte, könnte sie in Nordamerika wegen der tiefen Einkommen der Landwirte mehr Zeit beanspruchen», hält Bucher fest. Kuhn Group geht für das Jahr 2018 von einem Umsatzwachstum und einer verbesserten Betriebsgewinnmarge aus.

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