26.02.2018 08:01
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
EU
Landtechnikhersteller zufrieden
Der europäische Markt für Landtechnik hat sich 2017 nach Angaben des Europäischen Dachverbandes der Landmaschinenindustrie (CEMA) insgesamt positiv entwickelt. Wie der CEMA im Einzelnen mitteilte, wurden für Deutschland und Frankreich im Berichtsjahr gegenüber 2016 Umsatzzuwächse von schätzungsweise 9 % beziehungsweise 2,1 % verzeichnet.

Auch in Italien seien die Erlöse bei vielen Produkttypen gestiegen. Dazu hätten teilweise auch Beihilfen der EU und der Regierung in Rom beigetragen. Aufwärts gegangen sei es auch mit dem Gesamtumsatz in Grossbritannien, wobei aber Rückgänge für Getreidesämaschinen und Pflanzenschutzspritzen registriert worden seien.

Ebenfalls positiv fiel die Gesamtbilanz laut CEMA für die Niederlande aus. Dagegen seien die Erlöse in Belgien rückläufig gewesen. Als Begründung nannte der Verband die dort geringere Nachfrage nach Ballenpressen und Mähdreschern, während sich der belgische Markt für Feldspritzen, Feldhäcksler und Mäher stabil entwickelt habe.

Viele Traktorenzulassungen eingelöst

Wie der Dachverband mit Blick auf die Traktorzulassungen 2017 in 30 europäischen Ländern berichtete, wurde im Vorjahresvergleich ein Anstieg von 12,8 % auf insgesamt 161'235 Stück verzeichnet. Damit habe sich die bisherige Entwicklung auf hohem Niveau fortgesetzt.

Dabei sei der grösste Teil des Zuwachses zeitlich in den Dezember gefallen. Auslöser dafür seien die seit Januar 2018 geltenden neuen EU-Vorschriften gewesen, die unter anderem die Beleuchtung und die Bremsen der Maschinen beträfen. Demnach benötigten Schlepper, die diese Vorgaben nicht erfüllten, entweder eine Zulassung oder hätten vor dem Stichtag verkauft werden müssen.

Wachstum wird sich verringern


Deshalb rechnet der Verband damit, dass die Traktorzulassungen in den ersten Monaten des laufenden Jahres zurückgehen. Mit Blick auf die voraussichtliche Marktentwicklung für Landmaschinen im Gesamtjahr 2018 gibt sich der CEMA verhalten optimistisch.

So seien sich französische, deutsche, belgische, italienische und britische Fachleute einig, dass ein geringes Wachstum gegenüber dem Vorjahr eintreten werde. Diese Einschätzung stehe im Einklang mit dem CEMA-Geschäftsklimaindex für das kommende halbe Jahr. Dieser sei nämlich seit mehreren Monaten gestiegen und habe im Januar den höchsten Stand seit 2009 erreicht. 


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