7.07.2019 06:02
Quelle: schweizerbauer.ch - Daniel Hasler
Landtechnik
Marken verschmelzen nicht
Grüne Brielmaier-Breitspurmäher werde es nicht geben: So das Fazit der Pressekonferenz zur Brielmaier-Übernahme. Rolf Schaffner, CEO von Rapid, äussert sich im Interview zur Übernahme. Die Unternehmen bleiben eigenständig. Zu spüren bekommt Rapid die beiden Landwirtschaftsinitiativen.

Die drei Firmen Rapid Technic AG, Brielmaier und KommTek werden innerhalb der Rapid Holding AG eigenständige Marken bleiben. Im April hatte Rapid die deutsche Firma Kommtek übernommen und in diesen Wochen Brielmaier aus Friedrichshafen.

Unterschiedliche identitäten

Eine Verschmelzung oder Zusammenführung der drei Marken werde es nicht geben, sagte Rolf Schaffner, CEO der Rapid-Gruppe, vor den Medien. Damit werden auch keine Brielmaier-Maschinen in den Farben von Rapid auf den Markt kommen, auch umgekehrt nicht. Es sei nicht vorgesehen, Brielmaier-Mäher ins Rapid-Händlernetz und umgekehrt zu liefern. Man plane aber diverse Anbaugeräte für beide Motormäherhersteller ab Werk anbieten zu können.

Eine Zusammenführung ist aber auf der administrativen Ebene vorgesehen, sagt Schaffner gegenüber schweizerbauer.ch. Auf Händlerseite sind keine Änderungen geplant. «Für den Kunden ändert sich mit der Übernahme nichts», fährt er fort. Brielmaier sei eine bekannte und etablierte Marke und könne eigenständig im Markt gehalten werden. «Es wäre einer der grössten Fehler, zwei Idenitäten, die sehr unterschiedlich sind, in einem Namen zusammenzuführen», stellt Schaffner klar.

Kompetenzzentren bleiben

Auf längerfristige Sicht geplant ist eine Zusammenarbeit bei der Technolgie, beispielsweise könnten Entwicklungen von Rapid auch bei Brielmaier-Produkten eingesetzt werden. «Beide Unternehmen behalten ihre eigenen Kompetenzzentren und entwickeln sich weiter», so Schaffner. Das Ziel der Übernahme sei es nicht, durch eine möglichst hohe Integration möglichst viel Kosten zu sparen.

Schaffner betonte, dass die blauen Mäher weiterhin in Deutschland produziert werden. Auch das Werk in Rumänien von Brielmaier bleibe bestehen. Martin Brielmaier selber werde weiterhin für Brielmaier tätig sein. Für ihn sei der Verkauf eine frühzeitige und nachhaltige Nachfolgelösung, sagte er. 

Bauern verunsichert

«Wir sind der Meinung, dass in der Landwirtschaft aktuell aufgrund der zwei Initiativen, «Initiative für sauberes Trinkwasser» und «eine Schweiz ohne synthetische Pestizide», eine Verunsicherung vorhanden ist. Zusätzlich ist man gespannt auf die Vorschläge des Bundes im Zusammenhang mit der Agrarpolitik 22+. Dies führt sicher nicht zu einem höheren Investitionsverhalten bei den Bauern», sagte Rapid-Chef Schaffner zum Onlineportal Schweizer Aktien.

Ziel von Rapid ist es, die Abhängigkeit vom Alpenraum zu entschärfen. Neuen Themen wie Gartenbau und Grünlandpflegewird deshalb Prioität zugewiesen. Die Übernahme von Brielmaier habe die Wettbewerbsposition enorm gesteigert. So erreicht Rapid die Marktführerschaft im Bereich des Breitspurmähens. «Zudem konnten wir so verhindern, dass Brielmaier an einen Konkurrenten verkauft wurde», sagte Schaffner zu Schweizer Aktien. Derzeit erzielt Rapid 50 Prozent seines Umsatzes im Export. 2018 realisierte Rapid einen Umsatz von rund 43 Mio. Franken. Mit der Übernahme von KommTek (5 Mio. Fr.) und Brielmaier (10.2 Mio. Fr.) erhöht sich der Umsatz von Rapid um 15.2 Mio. Fr. blu


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