20.08.2015 16:51
Quelle: schweizerbauer.ch - blu/sda
Rapid
Rapid: Einachsgeräte als Lichtblick
Dem Land- und Kommunalmaschinenhersteller Rapid macht das schwierige Umfeld in der Sparte Kompakttraktoren und Spezialfahrzeuge zu schaffen. Der Umsatz in diesem Geschäftsfeld verringerte sich im ersten Halbjahr 2015 von 6,3 Millionen Franken auf 3,7 Millionen Franken.

Insgesamt sank der Umsatz des Unternehmens um rund 3 Millionen auf 20,9 Millionen Franken, wie Rapid am Donnerstag mitteilte. Die Aufhebung des Euro-Mindestkurs im Januar habe das operative Geschäft belastet. Das erste Halbjahr sei als Folge daraus nicht zufriedenstellend verlaufen.

Wegen des 2014 aufgelösten Geschäftsbereichs Immobilien sei ein Vergleich mit dem Vorjahr allerdings nur bedingt aussagekräftig. Damit hatte Rapid im Vorjahreszeitraum noch einen Umsatz von 1,5 Millionen Franken erzielt. Der Betriebsgewinn (EBIT) im ersten Halbjahr 2015 belief sich auf rund 0,1 Millionen Franken. Unter dem Strich resultierte ein Reinverlust von 0,2 Millionen Franken.

In ihrem Kerngeschäft, der Sparte Einachsgeräte, verzeichnete Rapid erneut ein Umsatzplus von 9 Prozent auf 14,5 Millionen Franken. Diese Steigerung sei positiv zu werten, weil das Umsatzplus nicht nur im Heimmarkt erzielt werden konnte, heisst es im Communiqué. Auch im Export konnte trotz des tieferen Eurokurses ein Umsatzplus von 8 Prozent erreicht werden. Neben der anhaltend guten Nachfrage nach Mähgeräten und den für dieses Segment entwickelten Heuschiebern habe auch der Bedarf an Gartenbau- und Kommunalmaschinen im Export zugenommen.

Schwierig ist dagegen das Umfeld in der Sparte Traktoren und Spezialfahrzeuge. Die zurückhaltende Investitionspolitik der Gemeinden habe in der Schweiz zu einem Rückgang der neu immatrikulierten Kompakttraktoren von knapp 7 Prozent geführt. Die siebenjährige Zusammenarbeit zwischen dem österreichischen Traktorenhersteller Lindner und der Schweizer Industrie- und Immobiliengruppe Rapid wurde Ende 2014 aufgelöst. Rapid konzentrierte sich in der Folge auf den Vertreib von Einachsgeräte und Spezialtraktoren. Lindner vertreibt seine Fahrzeuge über das bestehende Händlernetz.

Für das Gesamtjahr 2015 erwartet Rapid in der Sparte Einachsgeräte ein höherer Umsatz als im Vorjahr. Wesentlich dazu beitragen sollen die in den vergangen Monaten vorangetriebenen Entwicklungen von Grund- und Anbaugeräten für bestehende und neue Marktsegmente.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE