24.03.2017 11:13
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Rapid
Rapid: Einachsgeräte florieren
Die Rapid Holding hat 2016 wieder auf die Erfolgsspur gefunden. Der Umsatz blieb in etwa stabil, dafür konnte die Gruppe wieder positives Betriebsergebnis ausweisen. Besonders erfolgreich Rapid hat sich der Export von Einachsgeräten entwickelt.

Im Jahr 2015 hinterliess Aufhebung der Euro/Franken-Kursuntergrenze bei Rapid deutliche Spuren. Im vergangenen Jahr schaffte das Unternehmen die Wende. Rapid führt dies einerseits auf eine markante Zunahme der Nachfrage aus dem Ausland zurück. Andererseits haben sich die organisatorischen Massnahmen zu einer Verbesserung der Margen geführt.

2016 realisierte die Rapid Gruppe mit 38.4 Mio. Fr. einen Gesamterlös in der Höhe des Vorjahres. Das Betriebsergebnis (EBIT) konnte hingegen deutlich von -0.1 Mio. Fr. auf 1.2 Mio. Fr. gesteigert werden. Es resultierte ein Reingewinn von 1.2 Mio. Fr., (2015: -0.6 Mio. Fr.). Darin enthalten sind aber Steuererträge aus der Auflösung von nicht mehr benötigten Steuerrückstellungen aus den Verkäufen von Baufeldern im Limmatfeld.

Mäher in Italien und Österreich gefragt

Die wichtigste Sparte des Unternehmens ist die Rapid Technic. Dieser Bereich steuert fast 70 Prozent des Umsatzes der Gruppe bei. Letztes Jahr wuchs Sparte Einachsgeräte um 7.3 Prozent auf 26.7 Mio. Fr. «Der Zuwachs ist auf das gut laufende Exportgeschäft zurückzuführen, das um rund 26 Prozent zulegte», schreibt Rapid am Freitag in einem Communiqué.

Besonders gestiegen sind die Ausfuhren nach Österreich und Italien. Um den Margendruck im Export aufzufangen, hat Rapid die Preise leicht angehoben. In der Schweiz konnte der Umsatz knapp auf Vorjahresniveau gehalten werden. Sehr zufrieden ist man bei Rapid auch mit Heuschieber Twister. Nun wurden weitere Modell entwickelt. Der Mäher Monta ist gemäss Rapid erfolgreich im Markt eingeführt worden.

Rapid hat die gesamte Blechbearbeitung nach Osteuropa ausgelagert. Rapid will sich bei der Fertigung von Eigenteilen künftig auf die Zerspanung konzentrieren. Mit der Überprüfung aller Einkaufspreise und der Evaluation von Lieferanten will Rapid die Kosten weiter senken.

Für 2017 optimistisch

Die zweitgrösste Sparte der Gruppe ist Traktoren und Spezialfahrzeuge. Hier ging der Umsatz um 1.3 Millionen auf 6.4 Millionen Franken zurück. Der Umsatz mit Iseki-Kommunaltraktoren konnte auf dem Niveau der Vorjahre gehalten werden. Die Verkäufe von Nilfisk-Geräteträgern wurden gebremst. Insgesamt habe die Wettbewerbsintensität im Geräteträgermarkt spürbar zugenommen, schreibt Rapid.

In der dritten und kleinsten Sparte, Contract Manufacturing (Fertigungsaufträge für Industriekunden) ging der Umsatz ebenfalls zurück. Er reduzierte sich um 0.9 Millionen auf 5.3 Millionen Franken. Rapid führt die Konzentration auf FSW (Rührreibschweissen) und kubische Bearbeitung als Grund an. Die Marge habe sich spürbar verbessert, vermeldet Rapid.

Für 2017 gibt die Gruppe optimistisch. Der Auftragsbestand sei überdurchschnittlich, zudem sollen Produktlancierungen und Neuheiten die Umsatzentwicklung positiv beeinflussen.

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