26.03.2020 07:02
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Landtechnik
Rapid: Frankenstärke und Übernahmen
Die Rapid Gruppe blickt auf intensives Jahr zurück. Dieses war geprägt durch Übernahmen. Auch wirkte sich der erstarkte Franken auf das Ergebnis aus. Der Gewinn brach um mehr als 50 Prozent ein.

2019 konnte die Industriegruppe Rapid den Umsatz mit 45.8 Mio. Fr. im Vergleich zum Vorjahr zwar um 2% steigern, der Betriebsgewinn (EBIT) hingegen halbierte sich beinahe um 1.6 Mio. Fr. auf 1.8 Mio. Fr.

Der Reingewinn brach im Vergleich zu 2018 um 1.4 Mio. Fr. (-54%) auf noch 1.2 Mio. Fr. ein. Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung vor, eine Dividende von 15 Franken je Aktie auszuschütten. Das ist massiv weniger als im Vorjahr, damals betrug die Dividende 50 Franke je Aktie.

Gemäss Rapid haben verschiedene Faktoren dazu geführt. Hauptgründe waren die Kosten in Zusammenhang mit der Integration der Zukäufe der beiden Unternehmen Brielmaier Motormäher GmbH und KommTek Intelligente Lösungen GmbH sowie ein Umsatzrückgang bei Rapid Technic AG in allen Bereichen. Auch die Abwertung des Euros wirkte sich negativ aus.

Landtechnik: Multitwister

Rapid weist in diesem Jahr keine Umsatzzahlen nach Geschäftsbereichen aus. Der Bereich Land- und Kommunaltechnik ist aber weiterhin das wichtigste Standbein. Gemäss Rapid ist der Umsatz mit dem Vorjahr nicht vergleichbar. «Einerseits ist bei Rapid durch die Aufgabe der ISEKI Vertretung das Handelsgeschäft spürbar geschrumpft, andererseits tragen Brielmaier und KommTek noch kein volles Kalenderjahr zum Umsatz bei», heisst es in der Mitteilung.

Negativ auf die Umsatzentwicklung wirkte sich der erstarkte Franken aus. Wegen Marktsättigung ging bildete sich der Verkauf von Plattformmaschinen leicht zurück. Der Verkauf von Maschinen mit unter 9 PS blieb konstant. Sehr zufrieden zeigt sich Rapid mit den Verkaufszahlen beim Multitwister. Hier wurden die Stückzahlen verdoppelt.

Contract Manufacturing: 2 Standorte

Im Geschäftsbereich Contract Manufacturing verfügt Rapid mit der Übernahme von Brielmaier über zwei Standorte. In Killwangen AG werden weiterhin das Rührreibschweissen und die Zerspanung von kubischen Teilen durchgeführt, am Standort Friedrichshafen (D) wird die Blechfertigung getätigt. 

«Insgesamt konnte der Rückgang im Bereich der Baugruppen für die Elektronikindustrie im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht vollständig kompensiert werden, dafür wurden im Bereich der Elektromobilität weitere Kunden hinzugewonnen», schreibt Rapid. Auch im Bereich des Contract Manufacturings machte sich der negative Effekt des starken Frankens bemerkbar. Es gelang aber, die Produktivität zu steigern. 

Für 2020 optimistisch

Für 2020 gibt sich Rapid verhalten optimistisch. Dank dem Zukauf von Brielmaier könne die Rapid Gruppe langfristig weiterhin die Position als Marktführer im Bereich handgeführter Einachser halten, heisst es. Die Integration sei nicht abgeschlossen, aber auf Kurs. 

«Die Wechselkursentwicklung und die Landwirtschaftsinitiativen (Trinkwasser und Pestizidverbot) werden die Rapid Gruppe auch 2020 beschäftigen», heisst es in der Mitteilung. Rapid sei aber durch ein diversifiziertes Produktsortiment, die verstärkte Durchdringung bestehender und die Erschliessung neuer Märkte aber bestens positioniert.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE