28.08.2014 09:27
Quelle: schweizerbauer.ch - blu/sda
Rapid
Rapid: Traktoren- und Spezialfahrzeuge-Geschäft verläuft harzig
Der Industrie- und Immobilienkonzern Rapid hat im ersten Halbjahr knapp schwarze Zahlen geschrieben. Der Unternehmensgewinn belief sich auf rund 0,1 Mio. Franken. Aufgrund der 2013 getätigten Baulandverkäufe ist ein Vergleich mit dem Vorjahr nicht aussagekräftig.

Das erste Halbjahr 2014 sei nach der umfassenden Transformation knapp zufriedenstellend, teilte Rapid am Donnerstag mit. Bei einem Gesamtumsatz von 23,8 Mio. Franken, wurde ein Betriebsergebnis von rund 1 Mio. Franken erreicht.

Im Geschäftsbereich Land- und Kommunaltechnik verzeichnete Rapid in ihrem Kerngeschäft, der Sparte Einachsgeräte, erneut ein Umsatzplus von 6 Prozent auf 13.3 Millionen Franken. Auf den neu entwickelten Orbito habe der Markt besonders positiv reagierte, teilt Rapid mit.

Als anhaltend schwierig erwies sich hingegen das Handelsgeschäft mit Traktoren und Spezialfahrzeugen. Rapid führt dies auf den starken Preisdruck, die zurückhaltende Investitionspolitik der Kommunen sowie und ein um 25 Prozent geschrumpfter Kommunal-Traktorenmarkt zurück. Auch der Vertriebskanal des Traktorenherstellers Lindner entwickelte sich nicht nach den Vorstellungen von Rapid. All dies führte zu einem Umsatzrückgang um über ein Drittel auf 6,3 Mio. Franken. Das Umfeld im 2. Halbjahr 2014 wird anspruchsvoll bleiben. Rapid will die Vertriebsaktivitäten entsprechend ausrichten und strategische Alternativen prüfen.

Mit über 30 Prozent deutlich zulegen konnte Rapid hingegen bei den Fertigungsaufträgen für Industriekunden. Die Rückkehr des Bahngeschäfts und das grosse Interesse an Rührreibschweiss-Technologie führten zu einem Umsatz von 3,2 Mio. Franken.

Bei den Immobilien sieht sich Rapid auf Kurs. Mit dem Bezug von Wohnungen durch Mieter Anfang 2014 hätten die erwarteten signifikanten Mieterträge generiert werden können. Im zweiten Halbjahr werde zudem voraussichtlich der Verkauf der Industrieliegenschaft in Bösingen vollzogen, schreibt das Unternehmen.

Wie Rapid weiter mitteilte, will sich das Unternehmen von der Berner Börse zurück ziehen. Der Aufwand und die damit verbundenen jährlichen Mehrkosten seien zu gewichtig. Die Dekotierung soll per 30. November stattfinden.

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