27.08.2013 09:37
Quelle: schweizerbauer.ch - blu/sda
Landtechnik
Rapid wieder in den schwarzen Zahlen
Nach Verlusten im vergangenen Jahr hat die Industrie- und Immobiliengruppe Rapid im ersten Halbjahr 2013 wieder schwarze Zahlen geschrieben. Der Betriebsumsatz erreichte mit 31,1 Mio. Fr. ein Plus von 37 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode. Es resultierte ein Betriebsgewinn (Ebit) von 5,7 Mio. Fr nach einem Minus von 1,0 Mio. Fr. im Vorjahr.

Der Reingewinn verbesserte sich auf 5,0 Mio. Fr. nach einem Verlust von 1,3 Mio. Fr. in den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres. 

Die industriellen Aktivitäten der Gruppe hätten einen um rund 10 Prozent höheren Umsatz erzielt, die Geschäftsbereiche jedoch ein unterschiedliches Bild gezeigt, teilte die an der Berner Börse BX kotierte Rapid Gruppe am Dienstag mit. 

Landtechnik entwickelt sich gut

Während sich der Geschäftsbereich Land- und Kommunaltechnik gut entwickelt habe, hätten dem Bereich Engineering nach wie vor volumenstarke Aufträge gefehlt, was zu einer Unterauslastung der Produktion mit entsprechender Bremswirkung auf den Unternehmenserfolg geführt habe. 

Die Sparte Rapid Einachsgeräte konnte im ersten Halbjahr einen erfreulichen Geschäftsverlauf aufweisen. Der Auftragseingang in den ersten vier Monaten lag zunächst unter den Erwartungen, im Mai und Juni konnte der Rückstand aber verringert werden. Der erzielte Umsatz liegt Juni nahezu auf Vorjahresniveau.

Die Sparte Traktoren und Spezialfahrzeuge entwickelte sich äusserst positiv. Im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres wuchs der Umsatz (+52%) deutlich. Die Ursache liegt beim guten Auftragseingang im 4. Quartal 2012, der zu einem überdurchschnittlichen Umsatzwachstum im ersten und zweiten Quartal 2013 führte. Dazu haben vor allem auch der Verkauf von Lindner Transportern und von ISEKI Rasentraktoren beigetragen.

In der Sparte Immobilienverwaltung entwickelte sich der Umsatz «plangemäss rückläufig». Die Vermietung an Dritte habe sich aktuell auf ein Mietobjekt reduziert. Mit der Vermietung des Zypressenhofs in Dietikon ZH ab 2014 werde die Sparte aber wieder an Bedeutung gewinnen. 

Lukrativer Baufeldverkauf 

In der Sparte Immobilienentwicklung konnte der Verkauf eines weiteren Baufelds im Limmatfeld/Dietikon abgeschlossen werden. Daraus resultierte auf Stufe Ebit ein Entwicklungsgewinn von 6,1 Mio. Franken. 

Die Jahresrechnung 2013 sollte vom Verkauf des letzten Baufeldes im Limmatfeld/Dietikon, der Anfang August über die Bühne ging, positiv beeinflusst werden, schreibt Rapid zum Ausblick. Mit diesem Verkauf werde die Entwicklung des Limmatfeldareals aber abgeschlossen sein, und das Gruppenergebnis werde entsprechend ab 2014 nicht mehr von Entwicklungsgewinnen profitieren. 

Sparte Contract Manufacturing soll sich erholen

Die Ergebnisentwicklung der Industrieaktivitäten werde im zweiten Halbjahr 2013 massgeblich von der sich abzeichnenden Erholung der Sparte Contract Manufacturing abhängen. Man setze aber alles daran, dass die Industrieaktivitäten künftig «nachhaltig mindestens ihre Kapitalkosten verdienen» werden. 

Im Geschäftsjahr 2012 war Rapid erstmals seit acht Jahren tief in die roten Zahlen gerutscht. Verwaltungsrat und Geschäftsleitung ergriffen daher eine Reihe von Massnahmen, um das Unternehmen operativ wieder profitabel zu machen.

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