5.03.2019 12:11
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Deutschland
Rekordumsatz für Landtechnikindustrie
Die in Deutschland produzierenden Landmaschinen- und Traktorenhersteller haben ihren Umsatz im vergangenen Jahr erneut gesteigert und einen Rekordwert erzielt. Wie der Fachverband Landtechnik im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mitteilte, stieg der Branchenerlös 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 10 % auf 9,7 Milliarden Franken (8,6 Mrd Euro).

Begründet wurde dies mit dem starken Preisanstieg auf dem Weltmarkt für Milch. Ausserdem hätten seit dem Frühjahr 2018 die Weizen- und Grobgetreidepreise ordentlich angezogen, hiess es. Für den Geschäftsführer des Fachverbandes, Bernd Scherer, ist das Branchenhoch nur auf den ersten Blick erstaunlich, nachdem das vergangene Jahr vielerorts von Extremwetter geprägt gewesen sei.

„Sieht man genauer hin, wird allerdings klar, dass sich die Gesamtlage weitaus heterogener und damit auch deutlich undramatischer darstellt“, erläuterte er. Von der extremen Trockenheit seien vor allem landwirtschaftliche Betriebe in Nord- und Ostdeutschland betroffen gewesen. Auf das Landtechnikgeschäft habe sich das jedoch kaum ausgewirkt.

Erntemaschinen boomen

„Im Jahresverlauf konnte die Industrie mit dem deutschen Landmaschinenhandel ein sattes Umsatzplus von 13 % realisieren. Aber auch in anderen europäischen Märkten waren die Zuwächse vielerorts zweistellig“, stellte Scherer fest. Wie der Geschäftsführer weiter ausführte, wuchsen 2018 alle Geschäftssegmente der Landtechnikbranche.

Das grösste Plus sei mit 16 % für den Absatz von Erntemaschinen verzeichnet worden, gefolgt von Traktoren mit einem ähnlich kräftigen Anstieg. Der Produktbereich mit dem geringsten Wachstum sei die Bodenbearbeitungstechnik mit einem Plus von 3 % gewesen.

Weiterer Wachstum erwartet

Nach Scherers Einschätzung könnten die anhaltend hohen Lagerbestände im Handel zwar die laufende Geschäftsentwicklung bremsen. Allerdings sei für 2019 insgesamt mit einem weiteren Wachstum auf den Endkundenmärkten zu rechnen.

Insbesondere die Märkte, die im Vorjahr entgegen dem allgemeinen Trend eine schwächere Performance geliefert hätten, befänden sich derzeit im Aufwind. „Dies gilt für Frankreich, unseren größten Exportmarkt im Westen, ebenso wie für Russland, unseren größten Exportmarkt im Osten“, erklärte der Geschäftsführer. 

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