28.12.2018 12:08
Quelle: schweizerbauer.ch - hal
Betriebsführung
Rückerstattungsanträge einreichen
Noch bis 15. Januar 2019 können bei der Oberzolldirektion die Rückerstattungsanträge für die Treibstoffsteuer eingereicht werden. Die Mineralölsteuer wird auf der Treibstoffmenge rückerstattet, die unter durchschnittlichen Bedingungen je Flächeneinheit und Kulturart normalerweise verbraucht wird (Normverbrauch).

Folgende Bewirtschaftungsformen und Transportarten sind im Normverbrauch berücksichtigt: Feldarbeiten, Hofarbeiten, Fuhren zwischen Feld und Hof, Waldarbeiten und Holztransporte aus dem Wald bis zu einer mit Lastwagen befahrbaren Strasse.

Die Steuer wird dem Bewirtschafter eines landwirtschaftlichen Betriebes mit Ausnahme von Alpkorporationen und Sömmerungsbetrieben rückerstattet. Als Bewirtschafter gilt die Person, die einen Betrieb auf eigene Rechnung und Gefahr bewirtschaftet. Der Bewirtschafter erhält die Steuerrückerstattung für sämtliche selbst oder in seinem Auftrag ausgeführten landwirtschaftlichen Arbeiten. Lohnunternehmen und Bewirtschafter, die mit ihren Maschinen und Fahrzeugen für Dritte Arbeiten verrichten, können für diese Arbeiten keine Steuerrückerstattung geltend machen. Als Antragsperiode gilt das Kalenderjahr. Der Rückerstattungsantrag ist  bis am 15. Januar des Folgejahres bei der Oberzolldirektion, Sektion Dokumentenmanagement, Monbijoustrasse 40, 3003 Bern einzureichen. 

Betriebe mit Direktzahlungen verwenden für den Rückerstattungsantrag das Formular 46.20a. Die für die Berechnung des Normverbrauches notwendigen Angaben werden von der Zollverwaltung aus der landwirtschaftlichen Betriebsdatenerhebung übernommen. Betriebe ohne Direktzahlungen verwenden für den Rückerstattungsantrag das Formular 46.20b. Verspätet eingereichte Anträge können noch für die vorangegangenen zwei Kalenderjahre berücksich-tigt werden. Die für die Rückerstattung wesentlichen Unterlagen und Nachweise sind während fünf Jahren aufzubewahren und der Zollverwaltung auf Verlangen vorzulegen.

Der Rückerstattungsbetrag wird abzüglich einer Gebühr (3 Prozent des Rückerstattungsbetrags, mindestens 25 Franken höchstens 500 Franken) Anfang Dezember ausbezahlt. Beträge unter 100 Franken je Antrag werden nicht ausbezahlt. 

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