30.07.2014 14:00
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Bucher
Ukraine-Krise: Bucher-Konzernchef hält Folgen für gering
Philip Mosimann, Konzernchef des Industriekonzerns Bucher Industries, hält die direkten Folgen der Ukraine-Krise auf sein Unternehmen für gering. Der Umsatz mit Landmaschinen in Osteuropa und Russland betrage nämlich «deutlich unter 10 Prozent» des Umsatzes der Kuhn Group, des Geschäftsbereichs für die Herstellung von Landmaschinen.

Auch von den Sanktionen gegen Russland sieht sich Mosimann nicht betroffen, wie er am Mittwoch an einer Telefonkonferenz zum Halbjahresabschluss erklärte. «Wir verfolgen die Entwicklung in Osteuropa aber genau, und wir gehen mit Investitionen in Osteuropa und Russland weiterhin vorsichtig zu Werke», so Mosimann.

Bucher hatte Ende März den Zuschlag für einen Grossauftrag der Stadt Moskau für die Lieferung von 609 Wischfahrzeugen, 275 Schneepflügen und 163 Streuern für den Winterdienst im Wert von 53 Mio. Fr. erhalten. Der Auftrag soll noch im laufenden Jahr abgewickelt werden.

Gegenüber Radio SRF hatte Bucher damals erklärt, er habe moralische Bedenken und ärgere sich über das Vorgehen von Russland. Bucher sei aber kein «Weltrichter» und sollten Sanktionen die Lieferung untersagen, werde das Unternehmen den Auftrag stoppen. Im ersten Halbjahr 2014 hat Bucher nach eigenen Angaben bereits 21 Mio. Fr. dieses Auftrages realisiert.

Die grösste Gefahr sieht der Bucher-Chef derzeit darin, dass die Ukraine-Krise grössere Auswirkungen auf die europäische Konjunktur haben könnte. «Das wäre dann aber kein Bucher-spezifisches Problem», so Mosimann.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE