7.03.2017 08:01
Quelle: schweizerbauer.ch - sda/blu
Wirtschaft
Wegen Landtechnik - Bucher mit Gewinneinbruch
Der Maschinenbauer Bucher Industries hat im Geschäftsjahr 2016 wie erwartet deutlich weniger Gewinn erzielt. Der Reingewinn brach um über 15 Prozent auf noch 118 Millionen Franken ein. Der Grund dafür war insbesondere ein Rückgang bei der Landtechnik.

Bereits im Februar hatte die Gruppe einen Umsatz von 2,38 Milliarden Franken vermeldet. Der Umsatz unterschritt den Vorjahreswert auch dank Akquisitionen lediglich um 4 Prozent. Bereinigt um Währungs- und Akquisitionseffekte ergab sich hingegen ein Minus von 6,7 Prozent.

Verantwortlich für den klaren Gewinnrückgang war vor allem die grösste Sparte Landmaschinen (Kuhn Group), wie der Landmaschinen-, Anlagen- und Fahrzeugbauer am Dienstag mitteilte. Der Markt für Landtechnik sei 2016 von der seit Jahren längsten und härtesten globalen Krise betroffen gewesen. Der seit 2014 andauernde weltweite Rückgang habe sich fortgesetzt.

Das Betriebsergebnis EBIT sank im Vergleich zum Vorjahr um gut 18 Prozent auf 169 Millionen Franken und die entsprechende Marge um 120 Basispunkte auf 7,1 Prozent. Der Konzern kürzt die Dividende um 50 Rappen auf 5 Franken.

Das Unternehmen bestätigte den Ausblick: Demnach wird für das laufende Geschäftsjahr mit einer leichten Umsatzsteigerung und einer verbesserten Betriebsgewinnmarge gerechnet. Insgesamt sei weiterhin mit ökonomischen Unsicherheiten zu rechnen. Die Kuhn Group gehe von tiefen, aber stabilen Preisen für Ackerbauerzeugnisse aus. Ansteigende Milchpreise könnten zudem die Nachfrage in der Fütterungstechnik leicht beleben.

Kuhn Gruppe

Kuhn Group war gemäss Bucher vom global weiter nachgebenden Markt für Landtechnik betroffen. Rekordernten und eine Überproduktion von landwirtschaftlichen Rohstoffen bei stagnierender Nachfrage haben das Preisgefüge in sinkende Bahnen geleitet. Die Einkommen der Landwirte sind deshalb weltweit gesunken. Vor allem in Nordamerika war die Bauern besonders zurückhaltend bei den Investitionen. Im Vergleich zum Vorjahr sank der Auftragseingang bei der Kuhn Gruppe um 7%. Der Umsatz bildete sich gar um 13% auf 930 Millionen Franken zurück. Dennoch ist Kuhn immer noch mit Abstand die wichtigste Sparte des Konzerns. Die Landtechnik hat einen Anteil von 39 Prozent am Konzernumsatz.

Die Betriebsgewinnmarge ging um zwei Prozentpunkte zurück und erreichte 8.0%, hauptsächlich verursacht durch den Umsatzrückgang in Nordamerika. Der EBIT sank um 31 Prozent auf 74 Millionen Franken. Deshalb leitete Kuhn Group verschiedene Massnahmen zur Anpassung der Kapazitäten ein. Einen Lichtblick gibt es aber: Der Auftragsbestand wuchs um 2.3 Prozent auf 371 Millionen Franken. blu

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