Sonntag, 24. Januar 2021
05.10.2014 10:12
Kubota

Kubota wächst über sich hinaus

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Von: Michael Scherr

Grössere Traktoren sowie Anbaugeräte für Ackerbau und Grünland in den Farben Orange. Das alles wird Kubota im kommenden Jahr auf den Markt bringen. Die Speerspitze werden die neuen Traktoren der Serie M7 sein.

Bereits 2012 zeigte Kubota mit der Übernahme der Kverneland-Gruppe seine Ambitionen für den europäischen Markt. In diesem Jahr begannen die Japaner mit dem Bau eines Traktorenwerks im französischen Bierne. Nun präsentiert der Hersteller mit der Serie M7 die Traktoren, die dort vom Band laufen werden. Produktionsstart der neuen Baureihe im Segment von 130 bis 170 PS ist im April 2015. Kubota will ehrgeizig bis 2017 jährlich 3000 Traktoren der neuen M7-Modelle in Frankreich produzieren. Dem nicht genug, wird auch das komplette Kverneland-Anbausortiment ab kommendem Jahr in den Kubota- Farben gebrandet.

Drei Varianten

Die neue Baureihe M7 besteht aus den Traktoren M7-131, M7-151 sowie dem Topmodell M7-171. Angetrieben werden die Traktoren über einen 4-Zylinder-Motor mit Common-Rail-Einspritzung. Dieser stammt ebenfalls aus der eigenen Motorenschmiede und leistet je nach Modell 130, 150 bzw. 170 PS bei einer Nenndrehzahl von 2200 U/min. Die Abgasstufe Tier 4 final erreichen die M7 dank SCR-Technologie und einem Dieselpartikelfilter.

Alle drei Traktorenmodelle lassen sich je nach Bedarf des Landwirtes in den Ausstattungsvarianten Standard, Premium und Premium K-VT ausrüsten. Bei den Modellen Standard und Premium kommt ein automatisches Lastschaltgetriebe mit 4-Last-Schaltstufen und 6 Gruppen von ZF zum Einsatz. Auch das Schalten zwischen den Gruppen kann ohne Tritt auf die Kupplung durchgeführt werden.

Optional lässt sich das Getriebe auch mit Kriechgängen ausrüsten. Dann stehen bis zu 40 Vor- bzw. Rückwärtsgänge zur Verfügung. Beim Premium V-KT kann der Landwirt erstmals bei Kubota-Agri-Traktoren auf ein stufenloses Getriebe setzen. Es kommt ebenfalls von ZF und soll dank einer dynamischen Bremse auch bei Bergabfahrten die Geschwindigkeit konstant halten. Zudem wechselt es je nach Bedarf zwischen zwei Fahrbereichen. Die Endgeschwindigkeit von 50 km/h wird bei beiden Getriebevarianten mit reduzierter Motordrehzahl erreicht.

Neuer Pelz

Auch der Pelz des M7 ist gänzlich neu und hat mit den bekannten Kubota-Traktoren bis auf die Farbgebung wenig gemeinsam. Die einteilige Motorhaube wirkt schnittig und bietet eine gute Sicht nach vorne. Zudem lässt sie sich weit öffnen und ermöglicht einen guten Wartungszugang. Abgerundet wird die Frontpartie durch sechs integrierte Scheinwerfer. Der optionale Frontkraftheber stemmt bis zu 3500 kg. Im Heckbereich sind neben den neuen LED-Rückleuchten auch die Bedienungselemente für das Hubwerk, die Zapfwelle und eines Zusatzsteuergerätes  integriert. Der Heckkraftheber mit der Anbaukategorie 3N hebt Lasten bis zu 9000 kg.

Bei der Hydraulik steht in der Standardversion eine Konstantpumpe mit 80 l/ min Förderleistung für maximal vier mechanisch angesteuerte Steuergeräte zur Verfügung. In den Modellen Premium und Premium K-VT ist eine Load-Sensing-Pumpe mit einem Fördervolumen von 110 l/min verbaut. Mit ihr können dann bis zu fünf elektrisch angesteuerte Steuergeräte bedient werden. Sowohl Treibstofftank als auch AdBlue-Tank sind auf der linken Fahrzeugseite untergebracht.

4-Pfosten-Kabine

Die 4-Pfosten-Kabine bietet neben einer guten Rundumsicht auch genügend Platz für Fahrer und Beifahrer. In die Armlehne sind alle wichtigen Bedienelemente zusammengefasst. Am Multifunktionshebel der Premium-Modelle lassen sich neben den Fahrgeschwindigkeitseinstellungen auch der Kraftheber sowie die Zusatzsteuergeräte über einen Schalter kontrollieren. Alle wichtigen Funktionen lassen sich bei den beiden Premium-Ausstattungen über ein Isobus-fähiges Touchscreenterminal ablesen. Dieses stammt von Kverneland und ist serienmässig 7 Zoll gross.

Auf Wunsch lässt sich auch ein 12- Zoll-Display integrieren. Rechts neben der Armlehne befindet sich griffbereit die Voreinstellung der Zapfwellengeschwindigkeit. Es kann je nach Einsatzzweck zwischen den vier Stufen 540, 540E sowie 1000 und 1000E gewählt werden. Bei der Kabinenfederung kann der Landwirt bei allen Modellen über eine mechanisch oder eine pneumatisch gefederte Variante entscheiden. Die Vorderachsfederung der Traktoren ist in drei Stufen per Hand oder automatisch einstellbar.

Passende Frontlader

Passend zu den Traktoren hat Kubota die entsprechenden Frontlader dazu entwickelt. Diese können Lasten bis zu einer Höhe von 4,25 m heben. Optional stellt Kubota ein mechanisches Selbstnivellierungssystem zur Verfügung. Dieses lässt sich bei Ladearbeiten und anderen Tätigkeiten ausschalten. Um das Anbauen von Geräten zu vereinfachen und zu verkürzen, kann der Lader mit einem Schnellkuppler bestückt werden. Gesteuert wird der Lader bei den  Premium-Modellen über einen elektrischen Joystick. Bei der Standardvariante kommt ein mechanisch gesteuerter Bedienhebel zum Einsatz.

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