Mittwoch, 2. Dezember 2020
28.04.2020 13:30
Landtechnik

Kuhn spürt Pandemie stark

Share on print
Share on email
Share on facebook
Share on twitter
Von: awp/blu

Die Industriegruppe Bucher hat die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie im ersten Quartal stark zu spüren bekommen. Der Auftragseingang und der Umsatz entwickelten sich deutlich rückläufig. Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen daher mit einem deutlichen Gewinnrückgang.

Sah Bucher zu Beginn des ersten Quartals noch eine «insgesamt solide» Nachfrage nach seinen Produkten und Dienstleistungen, so führten die weltweiten Massnahmen wegen der Coronapandemie in der Folge zu Verzögerungen und Unterbrüchen in der Lieferkette, teilte Bucher am Dienstag mit. Zudem kam es Ausfällen von Mitarbeitenden sowie einer reduzierten Kundenaktivität. In der Folge fuhr Bucher die Produktion an mehreren Standorten zurück.

Insgesamt verringerte sich der Auftragseingang der Gruppe, die unter anderem Kommunalfahrzeuge für die Reinigung von Strassen und Maschinen für die Landwirtschaft herstellt, im Vergleich zum Vorquartal um 10,3 Prozent auf 668 Millionen Franken, wobei dabei auch noch Wechselkurseffekte mitspielten. Der Umsatz ging mit einem Minus von 14,9 Prozent auf 702 Millionen Franken noch deutlicher zurück.

Kuhn: Werke geschlossen

Nach einem ordentlichen Start ins Jahr war die Kuhn Gruppe, die grösste Division des Konzerns, mit einer Verschlechterung des Marktumfelds konfrontiert. COVID-19 führte zu einem veränderten Konsumverhalten und Verwerfungen in der Logistik, was auf die Preise für Milchprodukte und Fleisch drückte, schreibt das Unternehmen.

In Nordamerika erholten sich die Geschäfte zu Beginn des Jahres auf tiefem Niveau. Doch die Corona-Pandemie wirkte sich zunehmend negativ aus. In Europa kamen diese zu den bestehenden Herausforderungen mit der Trockenheit und den agrarpolitischen Unsicherheiten hinzu. Die Produktion in Frankreich musste Mitte März heruntergefahren werden. Aktivitäten wie Kundenbetreuung und Ersatzteillieferungen wurden aufrechterhalten. In diesem schwierigen Umfeld war der Umsatz von Kuhn Group deutlich rückläufig. Im Vergleich zur Vorjahresperiode sank dieser um 14 Prozent (-50 Millionen) auf 300 Millionen Franken. Der Auftragseingang verminderte sich um 11 Millionen (-4.4%) auf 237 Millionen Franken.

Massnahmen initiiert

Die Gruppe habe allerdings zur Sicherstellung der Liquidität und der Rentabilität Massnahmen initiiert, heisst es weiter. So baute der Konzern seine Kreditlinien um 140 Millionen auf 300 Millionen Franken aus. Zudem habe er «diverse Kostensparprogramme» implementiert und die Kapazitäten an die tieferen Produktionsvolumen angepasst. 887 der weltweit 13’163 Vollzeitstellen waren per Ende März in Kurzarbeit.

Deutlicher Umsatzrückgang im Gesamtjahr

Insgesamt rechnet der Konzern für das Geschäftsjahr derzeit mit einem deutlichen Umsatzrückgang. Dank einer «flexiblen Kostenstruktur» wirddas aber nicht voll aufs Ergebnis durchsclagen, wie aus dem Schreiben von Bucher hervorgeht. Das Konzernergebnis werde weiterhin positiv sein, aber «markant tiefer als im Vorjahr ausfallen», hiess es.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

SCHWEIZER BAUER

DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE