Freitag, 3. Februar 2023
21.11.2022 08:55
Wettbewerb

Landmaschinenmechaniker schielt nach Gold

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Von: mgt

Vom 24. bis 26. November nimmt Landmaschinenmechaniker Pascal Hofstetter (21) an den WorldSkills in Salzburg (A) teil. Der SwissSkills-Sieger von 2021 wird das Schweizer Nationalteam in der Kategorie «Heavy Vehicle Technology» vertreten. Im Interview erklärt, wie er sich vorbereitet hat und weshalb man den Beruf erlernen sollte.  

Pascal, bitte stelle dich kurz vor.
Ich stamme aus Wildhaus SG und arbeite dort bei der Firma Gebr. Huser AG. Diese Woche reise ich zusammen mit Martin Schär, dem zuständigen Experten, nach Salzburg und vertrete dort die Schweiz an den WorldSkills.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag für dich aus?
Mein Tag startet grundsätzlich mit einem kurzen Briefing. Zusammen mit meinem Chef schaue ich an, was es zu tun gibt und wie lange ich noch an den bestehenden Aufträgen arbeite. Danach folgt der Start in einen abwechslungsreichen Tag. So habe ich beispielsweise kürzlich einen Motor zerlegt. Der Kunde hatte ein klopfendes Geräusch bemängelt. Zuerst überzeugte ich mich selber von diesem Geräusch, welches vom Motor stammt. Ich hatte eine Vermutung von woher das Geräusch stammte, doch bevor ich anfing den Motor zu zerlegen rief ich beim Kundendienst von New Holland (Bucher) an und fragte, ob sie schon öfters von einem solchen Fall gehört haben. Meine Vermutung bestätigte sich nach dem Anruf.

Was ist das Spannendste?
Die Vielfalt von diesem Beruf begeistert mich sehr. Ich finde es immer wieder spannend, wie man möglichst schnell eine Lösung finden muss, um sämtliche Reparaturen ausführen zu können.

Weshalb hast du dich die Ausbildung zum Landmaschinenmechaniker entschieden?
Von Klein auf haben mich die grossen Maschinen  und die Technik dieser Fahrzeuge fasziniert. Auf dem Bauernhof meines Nachbarn durfte ich jeweils mithelfen und hatte dadurch schon einen Bezug zu den Landmaschinen.

Pascal Hofstetter bei der Gebr. Huser AG in Wildhaus SG.
Manu Friederich

Wem würdest du diesen Beruf empfehlen?
Den Beruf als Landmaschinenmechanikerin oder als Landmaschinenmechaniker würde ich allen weiterempfehlen, die handwerklich begabt sind und die ein grosses Interesse für Landmaschinen haben. Bei der Arbeit mit der komplexen Technik ist viel Know-how gefragt. Dafür wird man stets mit spannenden Arbeitstagen belohnt.

Bist du bereit für die WorldSkills und wie hast du dich darauf vorbereitet?
Ja, ich denke schon. Mein Arbeitgeber und Martin Schär unterstützen mich sehr. So konnte ich zum Beispiel an den diesjährigen SwissSkills in Bern alle Aufgaben als Versuchskaninchen testen. Auch als Experten-Helfer konnte ich Luft schnuppern. Durch den Seitenwechsel erkannte ich, auf welche Punkte ich bei meiner Arbeit mehr achten muss.

Mit welchen Stärken wirst du in Salzburg Punkte holen?
Ich hinterfrage Probleme an den Maschinen kritisch und suche immer den Ursprung. Dabei vertraue ich auf mein Fachwissen, das ich mir in den letzten Jahren aneignen konnte. Ist das Problem gefunden, arbeite ich präzise und zügig an der Reparatur.

Dein Motivationssong bei der Arbeit?
Ganz klar: «Get It Crackin (Sefa Remix)» von Re-Style.

Was möchtest du deinen jüngeren Berufskollegen auf den Weg mitgeben?
Der Einsatz in der Lehre lohnt sich! Teilnehmer zu sein an den Swiss-, Euro- oder WorldSkills ist ein Ereignis sondergleichen. Der Zusammenhalt im SwissSkills-Nationalteam ist trotz der vielen unterschiedlichen Berufe enorm gross und bereits jetzt ein riesiges Erlebnis.

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