9.09.2019 07:01
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Thurgau
Biogas-Pionier erweitert Anlage
An diesem Wochenende hat die Familie Wartmann aus Amlikon-Bissegg TG die erweiterte Biogas-Anlage nach 12 Monaten Bauzeit der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Holzhof gehört zu den Biogas-Pionieren der Schweiz.

Der Holzhof hat am Wochenende die erweiterte Anlage der Bevölkerung vorgestellt. Rund 1200 Gäste haben davon Gebrauch gemacht. Die erneuerte Biogasanlage ermöglicht eine Effizienzsteigerung der Substratnutzung und eine Erhöhung der Stromproduktion von über 100%. Zudem wird des CO2 –Ausstosses um mehr als die Hälfte reduziert. Das entspricht den Emissionen von 350 Autos.

Landwirtschaftliche Biogasanlagen werden meist in einem Verbund von mehreren Bauernhöfen in der Umgebung betrieben. Die Gülle und der Mist, also der Hofdünger, können damit sozusagen zweitverwertet werden, schreibt Ökostrom Schweiz in einer Mitteilung.

In der Biogasanlage durchlaufen der Mist und die Gülle eine Gärung. Das Biogas betreibt ein Blockheizkraftwerk und produziert Strom. Gemäss Ökostrom Schweiz hat der Gärrest nur Kohlenstoff abgebaut. Phosphor, Stickstoff und Kalium bleiben erhalten und können als Pflanzendünger genutzt werden.

Landwirtschaftliche Biogasanlagen weisen gemäss Ökostrom Schweiz eine positive CO2 –Bilanz auf, da sie einerseits aus ungenutzten Rohstoffen Strom und Kraftstoff produzieren. Andererseits werden durch die direkte Anlieferung der Hofdünger (Gülle und Mist), und die Verwertung in einem gasdichten System Methanemissionen vermieden, die bei der herkömmlichen Lagerung von Hofdüngern entstehen. 

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