Samstag, 2. Juli 2022
03.01.2022 15:04
Strassenverkehr

Corona bremst Automarkt aus

Share on print
Share on email
Share on facebook
Share on twitter
Von: awp

Die Schweizerinnen und Schweizer haben im vergangenen Jahr zwar mehr Autos gekauft als 2020. Der Anstieg bei den Neuanschaffungen fiel jedoch verhalten aus und die Zahl an Neuimmatrikulationen lag erneut unter dem Niveau von vor der Pandemie, wie der Verband Auto Schweiz am Montag mitteilte.

Konkret legten die Neuimmatrikulationen 2021 um 0,7 Prozent auf 238’481 zu. Im Jahr 2019 waren es noch 311’466. Auto Schweiz schreibt daher von einem herausfordernden Jahr, das von Lieferschwierigkeiten aufgrund des Mangels an elektronischen Bauteilen bei der Fahrzeugproduktion und internationalen Transporteinschränkungen geprägt gewesen sei.

Mehr Elektroautos

Vor allem zum Jahresende hin habe man einen Rückgang bei den Neuzulassungen verzeichnet. So seien im Dezember bloss deren 24’523 registriert worden, ein Minus von 16,7 Prozent zum Vorjahreswert. Damit sei der letzte Kalendermonat des Jahres auch der vierte in Folge gewesen, in dem ein Rückgang zum jeweiligen Vergleichsmonat verzeichnet wurde, heisst es im Communiqué.

Positiver sehe die Bilanz aus, wenn man nur die Fahrzeuge mit alternativen Antrieben betrachte. So habe der Marktanteil von Fahrzeugen mit elektrischen Antrieben (reine Elektroautos, Plug-in-Hybride, Brennstoffzellenfahrzeuge) im Dezember mit 32,9 Prozent ein Monats-Rekordniveau erreicht.

Lieferschwierigkeiten bleiben im Fokus

Im Gesamtjahr 2021 stünden für E-Antriebe 22,5 Prozent Marktanteil zu Buche. Weitere 21,9 Prozent der Neuzulassungen entfielen auf Voll- und Mildhybride ohne Lademöglichkeit über das Stromnetz, teilte der Verband mit. Seit Beginn der Chipkrise hätten die Hersteller Modelle mit elektrischem Antrieb bei der Produktion bevorzugt. Diese Strategie habe sich in den vergangenen Monaten bezahlt gemacht und spiegle sich nun auch bei den Kennzahlen wider, so die Erklärung.

Mit Blick nach vorne gehe es nun darum, die Lieferschwierigkeiten von 2021 zu überwinden. Denn die langen Lieferfristen hätten der gesamten Branche zu schaffen gemacht. Dank der Prognosen von Automobil-Herstellern sei man optimistisch, dass sich die Liefersituation spätestens im zweiten Halbjahr des neuen Jahres verbessern werde.

Mehr zum Thema
Landtechnik

Der MF 8S.305 Dyna-VT ist 1-Millionste-Traktor aus Beauvais. - MF Der Traktorenhersteller Massey Ferguson hat im Juni 2022 Grund zu Feiern. Im Produktionswerk in Beauvais, 100 Kilometer nördlich von Paris, wurde…

Landtechnik

Nach einem Betriebsrundgang hat Joel Wicki seinen Rapid Monta M161 mitgenommen. - Rapid Spitzenschwinger Joel Wicki hat nach einem Betriebsrundgang durch die Rapid Technic AG in Killwangen AG seine Kundenmaschine…

Landtechnik

Steinmarder haben den für Marder üblichen Körperbau mit einem langgestreckten, schlanken Rumpf und relativ kurzen Gliedmassen. Der Schwanz ist relativ lang und buschig. Steinmarder sind opportunistische Allesfresser, die jedoch vor…

Landtechnik

Ein Gurt kann das Leben retten. - zvg In der Schweiz werden immer noch in vielen landwirtschaftlichen Fahrzeugen keine Gurten eingesetzt. Das zeigt eine Umfrage. Die Folgen können aber gravierend…

9 Responses

  1. Wegen Corona müssten die Leute leine Angst haben.
    Die Massnahmen sind schädlich und unverhältnismässig, darum auch die Teurung bei Autos und vielem mehr!

    1. Habe ein Fehler entdeckt, es sollte heissen:
      Wegen Corona müssten die Leute keine Angst haben.
      Die Massnahmen sind schädlich und unverhältnismässig, darum auch die Teurung bei Autos und vielem mehr!

      1. Der von dir entdeckte Fehler ist wirklich (k)lein. Der von dir nicht entdeckte Fehler ist gross und das ist die Tatsache, dass man vor Corona Angst haben sollte. Wer spielt schon russisch Roulette?Aber eben: seit fast zwei Jahren Fake News in die Welt setzen. Aber wenn es dich dann übel erwischt, willst du sicher dein IPS-Bett und beste Pflege haben und das Gesundheitspersonal soll dann gefälligst Doppelschichten ohne Freitage fahren, damit der letzte Impfgegner überlebt.

        1. Es soll sich jeder selber gedanken machen, warum in der „grösten Pandemie der Menschheit“ 40 % der Intensivbetten abgebaut werden. Das ist in der Schweiz passiert!

        2. Das kaputt gesparte Gesundheitswesen kommt mit einer Ausnahmesituation nicht mehr zurecht. Corona ist nicht Ursache des Problems, sondern das Kaputtsparen. Wer geglaubt hat, mit Klatschen könne das Personal im Job gehalten werden, war naiv. Anstatt grosszügige Boni fürs Gesundheitspersonal, gab’s Coronaboni für Beamte, absolut lächerlich.
          Die Spitalschliessungen rächen sich jetzt.
          Die just-in-time Denkweise rechnet nie mit Ausnahmesituationen, Reserven kosten da zuviel.

          1. Genau, darum sind die Massnahmen unverhältnissmäsig, uns Massnahmen aufzwingen, weil die Spitäler eventuell überlastet werden, wo man vorher 40% der lntensivplätze abgebaut hat.

          2. Ich habe gemeint, in dieser Diskussion gehe es um den Automarkt, Corona hin oder her. Das goldene Kalb, sprich Autoindustrie, interpretiert die Energiewende auf ihre Weise. Allen Respekt für die Entwicklung von Elektrofahrzeugen, aber dass in der Schweiz überdimensionierte Elektroboliden auf der Strasse zugelassen werden, mit einer Spitze von über 200 Kmh und Ps zum Versauen ist doch absurd. Die Benzinschleudern werden in Zukunft von Elektroschleudern abgelöst.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

SCHWEIZER BAUER

DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE