7.10.2014 08:03
Quelle: schweizerbauer.ch - Stephan Schmidlin, Bruchsal (D)
John Deere
Drei neue Topmodelle bei der Serie 6R
255 PS hat das neue Topmodell aus Mannheim. Noch nie hat John Deere im deutschen Werk so starke Traktoren gebaut.

John Deere war stolz auf ihr bisheriges «Nur-Diesel-Konzept». So hatte der Hersteller bei der letzten Abgasvorschrift auf Partikelfilter gesetzt und konnte so nur Diesel tanken. Inzwischen hat John Deere aber die Realität bzw. die nächste Abgasvorschrift eingeholt, so dass nun auch für diesen Hersteller kein Weg mehr an SCR vorbeiführt. Ergo präsentierte John Deere kürzlich drei neue Modelle der absatzstarken Serie 6R. Konkret handelt es sich um den 6175 R, den 6195 R und den 6215 R. 

Jetzt mit SCR

Wie bereits die Typenbezeichnung erahnen lässt, hat John Deere seinen neuen Modellen etwas mehr Leistung spendiert. Dementsprechend hat nun zum Beispiel das Topmodell dieser Gruppe eine Nennleistung von 215 anstelle der bisherigen 210 PS. Beim Motor setzt John Deere nach wie vor auf den bekannten 6,8-Liter-6-Zylinder aus dem eigenen Haus. Mit variablem Turbolader, gekühlter externer Abgasrückführung usw. war er schon bisher mit viel Technik bestückt.

Nun setzt John Deere bei den beiden grösseren Modellen 6195 R und 6215 R noch eins drauf und spendiert ihnen einen zweiten Turbolader. Die in Reihe geschalteten Turbolader sollen für eine noch bessere Leistungsentfaltung sorgen. Ausserdem haben alle drei Modelle IPM (intelligentes Power Management). Damit verfügen sie bei Zapfwellen- und Transportarbeiten über eine Zusatzleistung von 40 PS. Somit hat also das Topmodell nun sage und schreibe 255 Pferde unter der Haube.

Neuer Hydraulikblock

Zur Abgasnachbehandlung setzt John Deere einerseits weiterhin auf den Dieselpartikelfilter. Andererseits verbauen sie nun auch einen SCR-Katalysator und spritzen somit auch AdBlue ein. Das hat zwar den Nachteil, dass das «Nur-Diesel-Konzept» nun zu Ende ist. Doch konnten die Ingenieure nun den Motor so verfeinern, dass bei der Wartung nun nur noch alle 750 Stunden ein Ölwechsel beim Motor fällig ist.

Auch der Hydraulikblock im Heck ist neu. Er ist leichter zugänglich und hat dank Schnellentriegelungshebeln das Abkuppeln vereinfacht. Ausserdem wurde er leicht nach vorne versetzt, so dass die Sicht auf die Anbaugeräte verbessert wurde. Insgesamt finden nun bis zu sechs Steuergeräte Platz im Heck. Der Frontkraftheber kommt mit einem eigenen Zusatzsteuergerät, drucklosem Ölrücklauf, einer Fernbedienung zum Heben und Senken sowie einem elektronischen Positionsregler. Somit lässt sich die Ausgangsposition des Anbaugeräts nach einem Wendevorgang einfach wiederfinden.

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