15.03.2018 06:30
Quelle: schweizerbauer.ch - khe
Roboter
Fake-Falke soll Weinbauern helfen
Der Roboterfalke sieht anderen Vögeln täuschend ähnlich. Auf Flughäfen wird dieTechnologie bereits eingesetzt, um Vögel zu vertreiben. Nun solle er auch in Rebbergen dazu dienen.

Der sogenannte Robird sieht nicht nur irreführend echt aus, er fliegt und bewegt sich auch wie ein Falke. Vermieter des Robotervogels Marcel Mauer bestätigt gegenüber "20minuten.ch", dass diese Technologie an Flughäfen bereits eingesetzt werde. Sie helfe Vögel auf Start- und Landebahnen zu vertreiben und so grössere Schäden durch Vogelschläge zu verhindern. Nun möchte er einen Versuch starten, den "Robird" in Rebbergen einzusetzten, wo unter anderem Stare und Amseln jedes Jahr grosse Schäden anrichten würden, so Maurer.

Gemäss "20minuten.ch" soll der Fake-Falke bereits diesen Herbst die Zürcher Trauben schützen. Vögel reagieren auf visuelle Reize. Und da jeder Vogel wisse, dass der Falke ein Jäger sei, würden sie flüchten, sobald sie diesen entdecken, erklärt Maurer. Nach einer gewissen Zeit kehren sie zwar zurück, ist der Falke immer noch da, verlassen sie das Gebiet aber definitiv und suchen sich einen neuen Lebensraum.

Dieses vogeltypische Lernverhalten will sich die Landwirtschaft zunutze machen, um die Vogelpopulation in gewissen Gebieten wie beispielsweise in Rebbergen zu reduzieren.

Maurers Robird ist nicht verkäuflich. Man könne ihn bei Bedarf lediglich mieten, so Maurer. Ob der falsche Vogel es tatsächlich schafft, die reifen Trauben vor Raubvögeln zu schützen, kann Michael Schaad, Sprecher der Vogelwarte Sempach nicht sagen, heisst es im Artikel weiter. Was er aber bestätigt ist, dass Vögel Gebiete meiden in denen sie mit Gefahr rechnen müssen.

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