5.05.2020 16:15
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Landtechnik
Fendt und Deutz-Fahr fahren hoch
Die Traktoren- und Landmaschinenhersteller AGCO/Fendt und Same Deutz-Fahr Deutschland haben in der vergangenen Woche die vorübergehend stillgelegte Produktion wieder gestartet.

Wie AGCO am vergangene Woche mitteilte, sind die Montagebänder an den Standorten Marktoberdorf, Asbach-Bäumenheim, Waldstetten und Hohenmölsen wieder angelaufen.  Nun könnten wieder planmässig und zuverlässig europa- und weltweit Teile von wichtigen Zulieferern bezogen werden - nach mehrwöchiger coronabedingter Unterbrechung.

Fendt: Produktionsrückstand wird ausgeglichen

Ausserdem seien zahlreiche Corona-Schutzmassnahmen für die Mitarbeiter an den Montagebändern, der Teilefertigung und in den Büros umgesetzt worden. Laut dem Vorsitzenden der AGCO/Fendt-Geschäftsführung, Christoph Gröblinghoff, wurde unter anderem die Traktorenmontage auf ein Zweischichtmodell umgestellt. Ausserdem könne der aktuelle Produktionsrückstand durch weitere Massnahmen teilweise oder sogar ganz ausgeglichen werden, wenn dies erforderlich sei.

„Damit können wir die bestellten Fendt-Traktoren und Full-Line-Maschinen möglichst bald über die Vertriebspartner an unsere Kunden ausliefern und dazu beitragen, dass die als systemrelevant eingestufte Nahrungsmittelerzeugung abgesichert werden kann“, erklärte Gröblinghoff. In einigen wenigen Bereichen, in denen der Sicherheitsabstand trotz Zweischichtbetrieb nicht gewahrt werden kann, wird das Tragen von Mund-Nasen-Schutzmasken verpflichtend eingeführt.

Deutz-Fahr: Produktionsmitarbeiter wieder im Einsatz

Unterdessen teilte Same Deutz-Fahr mit, dass die Produktion in Lauingenwieder angelaufen sei. Alle 313 der im Produktionsbereich beschäftigten Mitarbeiter seien zurück aus der Kurzarbeit. Das Team der Ersatzteilversorgung sei derweil permanent im Einsatz gewesen. Laut Geschäftsführer Matthias Augenstein werden die restlichen Mitarbeiter schrittweise wieder in die Vollzeit zurückgeholt. SDF beschäftigt am Standort Lauingen insgesamt 533 Mitarbeiter.

Um die Mitarbeiter vor Infektionen mit dem Corona-Virus zu schützen, seien umfassende Schutzmassnahmen beschlossen worden. So müsse überall der Mindestabstand zu Kolleginnen und Kollegen von 1,50 m bis 2,00 m eingehalten werden. In den Bereichen Produktion, Ersatzteile, Versand, Revision und Versuch müssten Schutzmasken getragen werden. Ausserdem werde beim Zutritt zum Werksgelände bei jeder Person berührungslos via Infrarotmessung die Körpertemperatur gemessen. Die „Deutz-Fahr Arena“mit Museum und Shop bleibe allerdings bis auf Weiteres geschlossen.

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