15.02.2020 07:15
Quelle: schweizerbauer.ch - Daniel Hasler
Landtechnik
In Europa ist der Hirsch beliebt
Der Weltmarktführer der Landtechnik mischt auch in Europa bei den Traktoren ganz vorne mit. Die Traktoren von John Deere sind nun seit 20 Jahren in Deutschland die meistverkauften. Fendt und Deutz-Fahr folgen.

In der Schweiz stehen Fendt, John Deere und New Holland auf dem Treppchen der Traktorenzulassungen. Zudem wurden etwas mehr Traktoren neu zugelassen als im Jahr 2018. Die Märkte und das Wetter bestimmen den finanziellen Erfolg oder Verlust mit. Das wiederum schlägt sich in den Traktorkäufen nieder. Das ist auch bei unseren Nachbarn in der EU so.

Stabil in Italien

 Bei unseren südlicheren Nachbarn in Italien hat sich der Schleppermarkt im vergangenen Jahr weitgehend stabil entwickelt. Laut Angaben des Verbandes der italienischen Landtechnikhersteller (FederUnacoma) wurden 2019 insgesamt 18579 Traktoren für landwirtschaftliche Zwecke verkauft. Das schreibt die Nachrichtenagentur AgriEurope.

Gegenüber dem Vorjahr entsprach das einem leichten Plus von 0,7%. Der Verband wertet das als ein Zeichen für die anhaltende Stabilisierung der heimischen Nachfrage. Die Branche in Italien leidet unter der politischen Instabilität und den ständig wechselnden zuständigen Ministern. Mit Ausnahme des Jahres 2017, als eine bevorstehende Änderung des EU-Rechts zu Verwerfungen geführt habe, seien im Zeitraum 2014 bis 2019 jeweils etwa 18400 Schlepper jährlich verkauft worden. Der italienische Markt habe sich nach der wirtschaftlichen Krise von 2008, mit der allerdings ein drastischer Strukturbruch verbunden gewesen sei, in den letzten Jahren stabilisiert, heisst es weiter.

Gelbe Felgen in Frankreich

In Frankreich ist die Zahl der Neuzulassungen von Traktoren 2019 spürbar gestiegen. Wie der Verband der französischen Landtechnikhersteller (Axema)  berichtete, wurden im vergangenen Jahr im Agrarland der EU insgesamt 39910 Schlepper zur landwirtschaftlichen Nutzung erstmals registriert. Der grösste Anteil unter den 2019 neu zugelassenen Traktoren aus der Standard- und aus der Kompaktklasse stammte mit 18,8% aus den Werken des Herstellers John Deere, der seine Spitzenposition damit erneut behaupten und um 0,3 Prozentpunkte ausbauen konnte.

New Holland büsste im Vorjahresvergleich 1,8 Prozentpunkte an Marktanteil ein, verteidigte aber mit 16,4% den zweiten Platz. Der drittplatzierte Hersteller Fendt konnte seinen Anteil geringfügig auf 13,3% steigern. Claas büsste 0,8 Prozentpunkte ein und musste sich mit 10,3% zufrieden geben.

Eigene Produkte beliebt

In Deutschland setzt man gerne auf Fabrikate aus dem eigenen Land. Ganz vorne mit dabei: die Grünen aus Mannheim. Der Landtechnikhersteller John Deere ist nach eigenen Angaben in Deutschland seit 20 Jahren Marktführer bei den Traktoren. 2019 erreichte das Unternehmen einen Marktanteil von 21,4 Prozent. Den zweiten Rang holte sich Fendt.

20 Jahre Hirsch vorne

Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland in einem leicht wachsenden Markt insgesamt 28879 Zugmaschinen neu zugelassen. Das sind 4,7 Prozent mehr als 2018. John Deere verkaufte insgesamt 6190 Schlepper. Fendt konnte 5715 Traktoren absetzen. Deutz-Fahr erreichte mit 2356 Einheiten den dritten Rang. Es folgen Kubota (2098), Claas (1971), Case IHC/Steyr (1929), New Holland (1363), Massey Ferguson (1102) und Valtra (1027).

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