Donnerstag, 1. Dezember 2022
13.09.2022 17:45
Kosten

Mit dem Kostenkatalog rechnen

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Von: mgt

Der Maschinenkostenbericht enthält neu auch Kostenansätze für hoftechnische Einrichtungen, Gebäude und Arbeit und heisst nun Kostenkatalog. Die Richtwerte für die Kosten von Maschinen, Arbeit, Gebäude und Hoftechnik sind teils deutlich gestiegen. Gültig ist der Kostenkatalog 2022 bis September 2023.

Agroscope gibt jährlich Anfang September den so genannten Maschinenkostenbericht heraus. Er enthält Richtwerte für die kostendeckende Nutzung von rund 600 Landmaschinen und ist eine wichtige Grundlage für die Kostenberechnung und die Maschinenmiete in der Schweizer Landwirtschaft.

Die Kostenansätze für hoftechnische Einrichtungen sind wieder in aktualisierter Form im Bericht enthalten. Neu integriert sind auch Baukostenerhebungen von Gebäuden für verschiedene Nutztierkategorien. Zudem sind die Lohnansätze für inner- und ausserlandwirtschaftliche Arbeiten transparent dargestellt. Aufgrund dieser Erweiterungen heisst die Publikation nicht mehr Maschinenkostenbericht, sondern Kostenkatalog.

Maschinenkosten

Maschinen sind in einem grossen Mass für die hohen Produktionskosten der Schweizer Landwirtschaft verantwortlich. Lohnt es sich, eine Maschine zu kaufen, oder ist eine Miete oder eine Auslagerung an ein Lohnunternehmen vielleicht sinnvoller?

Die Maschinen auf den Schweizer Landwirtschaftsbetrieben werden im Vergleich zu ausländischen Betrieben aufgrund der kleineren Betriebsstruktur oft schlecht ausgelastet. Eine überbetriebliche Nutzung der Maschinen kann die Fixkosten pro Einsatzstunde markant senken. Agroscope schafft hierfür die Berechnungsgrundlagen. 

-> Hier gehts zum TractoScope

Hoftechnik und Gebäude

Hoftechnische Einrichtungen dienen ähnlich wie Landmaschinen der Arbeitserleichterung und Arbeitszeitreduktion. Aufgrund der hohen Bedeutung der Tierhaltung in der Schweizer Landwirtschaft führen sie zu erheblichen Arbeitszeitreduktionen im Bereich des Melkens, der Fütterung sowie des Entmistens. Zusätzlich sind auch Lagereinrichtungen aufgeführt. Die im Kostenkatalog enthaltenen Jahreskosten dienen zum Vergleich mit den Maschinenkosten, insbesondere für die Betriebsplanung. Denn maschinelle Verfahren konkurrieren mit hoftechnischen Einrichtungen, vor allem in der Fütterung und Entmistung.

Der Kostenkatalog enthält für verschiedene Ökonomiegebäude indizierte Gebäudekosten bzw. Investitionssummen je Tiereinheit. Die Werte werden anhand des Baupreisindex des Bundesamtes für Statistik jährlich aktualisiert.

Neuer Name: Kostenkatalog

Nun wurde der Bericht erweitert. Neu integriert wurden die bisher separat publizierten Baukostenerhebungen von Gebäuden für verschiedene Nutztierkategorien. Auch die Kostenansätze für hoftechnische Einrichtungen sind wieder in aktualisierter Form im Bericht enthalten.

Zudem sind die Lohnansätze für inner- und ausserlandwirtschaftliche Arbeiten transparenter dargestellt. Aufgrund dieser Erweiterungen heisst die Publikation nicht mehr Maschinenkostenbericht, sondern Kostenkatalog.

Anschaffungspreise teils deutlich höher

Bei den Landmaschinen fand dieses Jahr eine Vollerhebung der Brutto-Neupreise statt, nachdem diese in den letzten drei Jahren basierend auf Umfragen zur Preisentwicklung bei Generalimporteuren geschätzt wurden. Die Veränderungen bei den Neupreisen gegenüber der letzten Vollerhebung im Jahre 2018 sind je nach Maschinengruppe teilweise beträchtlich.

Ein dämpfender Effekt hat der starke Schweizer Franken bei Maschinen aus dem Euro-Raum. Motorfahrzeuge sind im Durchschnitt (ohne Gewichtung) 9 % teurer. Bei den übrigen Landmaschinen wurde eine durchschnittliche Preissteigerung von 18 % gegenüber 2018 festgestellt (ohne Gewichtung).

Massive Preissteigerungen gab es auch im Baubereich, indem der Preisindex von 2021 auf 2022 um knapp 10 % gestiegen ist, während er sich in den Jahren vorher nur wenig bewegte

Treibstoffpreise treiben Kosten in die Höhe

Für die Richtwerte der Kostenansätze werden die Preissteigerungen abgefedert, indem für den Anschaffungspreis von Landmaschinen ein 8-Jahresmittelwert verwendet wird. Deutlich stärker betroffen sind die Richtwerte von steigenden Treibstoffpreisen. So sind die Dieselpreise im Vergleich zum Vorjahr (im Durchschnitt der Jahresperiode Juli bis Juni) um 23 % gestiegen.

Trotz der aktuell sehr hohen Dieselpreise wird an der retrospektiven Preiserfassung festgehalten, sodass auch Preissenkungen erst mit Verzögerung in den Richtwerten abgebildet werden. Ebenso grosse Preissteigerungen zeigten sich bei den Folien (+22 %) und den Netzen (+10 %), was sich entsprechend auf die Kosten der Siloballen auswirkt.

-> Hier gehts zum Kostenkatalog

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