25.02.2019 10:27
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Forschung
Saubere Abgase mit Biotreibstoffen
Bioethanol und andere erneuerbare Alkohole wie Biobutanol im Kraftstoff können die Bildung von Russpartikeln verringern und so zu saubereren Abgasen beitragen.

Entsprechende Konzepte für direkteinspritzende Ottomotoren haben jetzt Nachwuchsforscher der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), der Technischen Universität Darmstadt, der Technischen Universität Bergakademie Freiberg und des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) vorgelegt.

Wie die Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe (FNR) am vergangenen Mittwoch in Gülzow-Prüzen erklärte, öffnen die neuen Erkenntnisse die Tür für klima- und umweltfreundlichere Kraftstoffkonzepte auf Alkoholbasis als eine Alternative für nachhaltige Mobilität. So verringere sich in der Regel die Russbildung beim motorischen Verbrennungsprozess durch die Beimischung von Bioethanol zu herkömmlichem Super mit steigenden Alkoholanteilen. Super mit einem 85-prozentigen Bioethanolanteil (E85) und reines Ethanol würden deutlich sauberer als der Vergleichskraftstoff Isooctan verbrennen.

Dagegen liege die Partikelbildung der derzeitig im Praxisbetrieb vorrangig eingesetzten E5- und E10-Kraftstoffe meist auf ähnlichem Niveau wie vergleichbare fossile Basiskraftstoffe. Derweil neige E20 unter standardisierten Bedingungen sogar zu teils höherer Russbildung. Allerdings liessen sich die Russpartikel bei der Abgasnachbehandlung verringern. Dazu hätten die Forscher speziell an Ottomotoren angepasste, hochaktive Manganoxid-Katalysatoren entwickelt, die sich durch schnelle Regenerationsphasen auszeichneten. 

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