Samstag, 23. Oktober 2021
03.06.2019 13:15
Traktorentest

Video: Der John Deere 6130R im Test

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Von: Daniel Hasler; Video: Fabian Wisler

Die kleinen 6R-Traktoren sind seit diesem Jahr mit dem neuen Fahrhebel bestellbar. Wir haben einen 6130R auf Feld und Strasse eingesetzt und ein besonderes Auge auf den neuesten Wurf aus dem Werk in Mannheim gerichtet.

Zusammen mit dem grössten John Deere 6R, dem 6250R, hat der Traktorenbauer die neue Bedienarmlehne «Command Pro» vorgestellt. Zentrales Element ist der komplett neu entwickelte und designte Joystick, ein absolutes Novum auf einem John-Deere-Traktor. 

Seit diesem Jahr ist nun auch auf den kleineren 6R-Modellen, das heisst ab 110 PS, diese Bedienoption verfügbar. Grund für uns, den 6130R mit 150 PS Maximalleistung für einen Fahrbericht unter die Lupe zu nehmen.

Bewährte Grundlage

Das Grundgerüst unseres Testschleppers ist keine Neuheit. Der 4,5-Liter-Motor im Stahlrahmen ist bereits seit Längerem verbaut. In der letzten Überarbeitung hat auch der 6R einen AdBlue-Tank erhalten. Der Motor ist sehr kraftvoll und arbeitet sehr gut mit dem Getriebe zusammen. Das Heckhubwerk stemmt laut Herstellerangaben 6 Tonnen und das Hubwerk in der Front knappe 4Tonnen.

Hier schon mal eine wichtige Information: Neu kann die Baureihe mit der optionalen Vorderradbremse auf bis zu 12’250 kg aufgelastet werden. Hier hat John Deere den lange bemängelten Kritikpunkt nachgebessert. Denn so bleiben beim rund 6’800 kg schweren Testfahrzeug noch mehr als 5 Tonnen Zuladung – ein sehr guter Wert. Die Hydraulik liefert 114 Liter pro Minute und kann diese Leistung an bis zu 5 Steuergeräten im Heck und an der Power Beyond-Kupplung abgeben. Die Lenkung beim 6130R kann ebenfalls mit einer zuschaltbaren variablen Übersetzung arbeiten.

Ein Novum

Kommen wir zum wichtigsten Teil des Fahrberichtes: die neue Bedienung. John Deere konnte bei der Entwicklung auf einem komplett leeren Blatt Papier beginnen – ob Vorteil oder Nachteil, sei dahingestellt. Doch in unserem Praxiseinsatz konnte die Bedienung überzeugen. Alle Bedienelemente sind auf der Armlehne angeordnet. Alles lässt sich wie gewohnt einzeln bedienen. Ganz vorne ist ein Touch-Bildschirm verbaut. Die Helligkeit konnte zu jeder Tageszeit und bei jeder Lichteinstrahlung eingestellt werden.

Alle Funktionen oder Einstellungen, welche für die Arbeit nötig sind, haben unten am Bildschirm eine Direktzugriffstaste. Es dauert also nur wenige Sekunden, um bei der Arbeit Tempomat und Motordrehzahl zu verändern, die Temperatur einzustellen oder den Radiosender zu wechseln. Nun zum Herzstück: der Joystick oder Fahrhebel.

Rangiermodus

Wer stufenlos aus Marktoberdorf fährt, der kann auch CommandPro von John Deere fahren. Denn mit der Aktivierungstaste am Zeigfinger, auch Pistolengriff genannt, ist die Belegung identisch, doch der John Deere kann mehr. Drückt man den Fahrhebel Richtung Sitz, so wechselt der Traktor in den Rangiermodus. So kann der Fahrer den Sitz drehen und ungestört nach hinten blicken und die Maschine fahren wie einen Hydrostaten: Hebel vor oder zurück: Traktor vor oder zurück. Ein Pedal oder ein Reversierhebel muss nicht betätigt werden.

Einfacher geht fast nicht 

Der Fahrhebel liegt sehr gut in der Hand. Mit einer Handposition können  alle Knöpfe und Schalter erreicht werden. Beinahe alle Tasten können via Terminal frei belegt werden, auch Isobus-Funktionen. Zwei Tempomaten, das Rad für die Höchstgeschwindigkeit und der Taster für die Beschleunigungsintensität sind fest zugewiesen und klar ersichtlich.

Alle Testfahrer waren sehr beeindruckt, wie einfach die neue Joystick-Bedienung funktioniert. Für unsere Testmaschine in einer sehr umfangreichen Vollaustattung sind rund 160’000 Franken fällig. Und zum Schluss für die richtigen Fans: Auto Quad-Handschaltung und Command-Arm-Bedienarmlehne bleiben natürlich weiterhin bestellbar.

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