3.01.2019 09:50
Quelle: schweizerbauer.ch - David Eppenberger, lid
Robotik
Video: Diese Agrarroboter kommen
Agrarroboter könnten in Zukunft für die Bauern wichtige Helfer werden. Viele Projekte stehen aber noch in der Projektphase. Wir zeigen Euch drei Roboter, die in diesem Jahr in eine Vorserie gehen.

Bakus, Vitibot (F)

Der vom Start-up Unternehmen Vitibot in Reims (F) entwickelte 2,5 Tonnen schwere Bakus fährt mit maximal 6 km/h autonom durch die Weinreben und jätet mechanisch. Rund um das 3.5 Meter lange, 1,75 m breite und 1,65m hohe Gefährt sind 8 Kameras angebracht, welche die Informationen liefern, damit der Bakus dank künstlicher Intelligenz problemlos zwischen den Reihen Hacken kann. Der Elektromotor wird mit Strom aus einer Batterie betrieben und schafft mit dieser eine Arbeitszeit von 10 Stunden. Die Solarzellen auf der Fahrzeugoberseite speisen die Batterie ergänzend. Zwei Prototypen wurden bisher entwickelt. 2019 wird eine Vorserie von sechs Geräten produziert, die auf Pilotbetrieben eingesetzt werden sollen. Geplant ist die Erweiterung um eine Spritzfunktion. Kosten soll der Baku in seinem futuristischen Design rund 150'000 Euro (171'000 Fr.).

Trooper, Instar Robotics (F)

Das Verschieben von Pflanztöpfen ist eine strenge Arbeit, die kaum noch jemand übernehmen will. Hier setzt der kleine, autonome Transportroboter Trooper von Instar Robotics an. Von ihm sollen vor allem Baumschulen und Topfgärtnereien profitieren. Ein Greifarm packt den Topf am Boden und ladet bis zu sechs Pflanzen auf, ehe er selbständig mit diesen zum Bestimmungsort fährt und sie dort in Reih und Glied im gewünschten Abstand aufstellt. Die Batterie für den Elektromotor reicht für zwei Stunden. Im nächsten Jahr soll eine Vorserie gebaut werden. Dabei offeriert das Unternehmen den Kunden eine kostenlose 30 Tägige Versuchsphase bevor diese das Gerät definitiv übernehmen können. Preise werden aber keine genannt. 

Robotti, AgroIntelli (DK)

Der autonom auf dem Acker fahrende Robotti aus Dänemark ist eine Art Schlepper, an den bereits vorhandenes Gerät angeschlossen werden kann, beispielsweise eine Sämaschine oder ein Hackgerät. Er verfügt über eine 3-Punkt-Anhängevorrichtung und wird auch mit Zapfwelle und Halterungen für die externe Hydraulik angeboten. Ein Dieselmotor von Kubota treibt das 2,5 m lange und 1,2 Tonnen schwere Gerät an. Mit der Verwendung der von den Bauern vertrauten Technik wie Hydraulik oder Dieselantrieb soll die Hemmschwelle vor der Einführung der Robotik in der Landwirtschaft niedrig gehalten werden. In einer späteren Phase soll der Antrieb elektrisch erfolgen. Man wolle den Bauern aber in der aktuellen Phase nicht mit der ihm unbekannten Batterietechnologie überfordern, sagt der Firmenvertreter. Im nächsten Jahr werden die ersten 7 Geräte produziert. Eines soll rund 100'000 Euro (114'000 Franken) kosten.

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