17.11.2012 17:02
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Globaler Milchmarkt
„2011 war ein goldenes Milchjahr“
Die führenden Köpfe der internationalen Milchmarktszene haben sich bei ihrem Jahrestreffen Anfang November 2012 in Südafrika über gute Branchenzahlen freuen können. „2011 war ein goldenes Milchjahr“ sagte Adriaan Krijger bei der Vorstellung des Jahresberichtes „World Dairy Situation 2012“ während der Tagung des Internationalen Milchwirtschaftsverbandes (IDF) in Kapstadt (Südafrika).

Laut einer Umfrage unter den IDF-Mitgliedsländern stieg die weltweite Milcherzeugung 2011 gegenüber dem Vorjahr um 2,5 % auf 749 Mio. t. Vor allem die höheren Milchpreise und günstige Klimabedingungen hätten sich positiv auf die Produktion ausgewirkt, erläuterte Krijger.

Markant höhere Nachfrage in Südamerika und Afrika

Nach seinen Angaben bewirkte das höhere Rohstoffaufkommen bei praktisch allen Milcherzeugnissen ein Produktionsplus, das insbesondere bei Magermilchpulver mit 8,3 % und Butter mit 4,6 % überdurchschnittlich ausfiel. Zufrieden konnten die Milchverarbeiter auch mit der globalen Absatzentwicklung sein.

Dem Jahresbericht zufolge erhöhte sich der in Milchäquivalenten gemessene weltweite Konsum von Molkereiprodukten im vergangenen Jahr gegenüber 2010 um durchschnittlich 1,1 kg auf 107,3 kg Milch je Kopf. In den sechs Jahren von 2005 bis 2011 stieg die Nachfrage in Südamerika mit 26 Prozent und in Afrika mit 22 Prozent besonders kräftig. Dagegen war in Europa ein leicht
rückläufiger Verbrauch zu verzeichnen. In Asien wurden mit 39 Prozent des globalen Konsums die meisten Milcherzeugnisse nachgefragt.

Sehr positive Aussichten

Im Aufwärtstrend befand sich im vergangenen Jahr mit einem Wachstum von zehn Prozent auch der internationale Handel mit Milchprodukten. Von 2000 bis 2011 hatte die durchschnittliche Zuwachsrate nur bei vier Prozent gelegen. Auch vor der Zukunft muss der Milchbranche nicht bange sein.

Die Aussichten seien „sehr positiv“, betonte der Experte der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), Michael Griffin. Er verwies dabei auf die zu erwartenden globalen Einkommenssteigerungen und die zunehmende Urbanisierung, was zu Nachfragezuwächsen führen werde.

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