18.12.2018 10:25
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Organisationen
1.7 Millionen für IPS-Bauern
Anfang Dezember wurden den rund 9200 IP-Suisse-Labelproduzenten die Biodiversitätsprämie ausbezahlt. Insgesamt wurden 1.7 Millionen Franken ausbezahlt. Die Höhe des Beitrages basiert auf einem Punktesystem.

Die ausbezahlten Prämien stammen aus den Abgaben pro geschlachtetes IP-Suisse-Tier oder Mengeneinheit der IP-Suisse-Feldfrüchte. Sie stammen somit von den Abnehmern, die Lebensmittel unter den Marken IP-Suisse, TerraSuisse, AgriNatura usw. vermarkten. Diese Biodiversitätsprämie ist als Beitrag für die Bemühungen der IP-Suisse-Produzenten gedacht, welche jährlich einmal überwiesen wird.

Wie hoch die Prämie pro Produzent ausfällt, ist abhängig von der jeweiligen Punktezahl im Biodiversitätspunktesystem. Einfach gesagt: Je mehr Punkte ein Bauer erreicht, desto höher wird die Prämie. Aufgezeichnet und berechnet werden die Punkte in einem Biodiversitätsberechnungssystem, das vor rund 10 Jahren in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Vogelwarte und der Migros eingeführt wurde.

Um an die Prämie zu gelangen, müssen mindestens 17 Punkte erreicht werden. Ende 2018 wurde bereits die Marke von 24 Punkten überschritten. «Dies ist erfreulich, denn es ist wissenschaftlich erwiesen, dass, je mehr Punkte erreicht werden, die Biodiversität mehr gefördert wird», schreibt IP-Suisse am Dienstag in einem Communiqué.

Die Organisation sieht aber Verbesserungspotenzial. So fehlen Biodiversitätsförderflächen im Ackerbau. «Naturbelassene Hausgärten können sehr viel für die Biodiversität beitragen», heisst es weiter. Zudem sollen die Konsumenten vermehrt für Massnahmen im Bereich Biodiversität sensibilisiert werden.

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