5.08.2016 10:16
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Schweinemarkt
35 Franken weniger pro Schwein
Die Produzentenpreise bei den Schlachtschweinen sind in innerhalb von einer Woche um 40 Rappen pro Kilo Schlachtgewicht getaucht. Die Schweinemäster fordern von den Abnehmern Augenmass. Sonst werde die Produktionsbereitschaft gefährdet, warnen die Schweinehalter.

Das Preisgefüge auf dem Schweinemarkt wurde durcheinander gewirbelt. Innerhalb von einer Woche wurde zweimal ein Preisabschlag von 20 Rappen pro Kilo Schlachtgewicht (SG) vorgenommen. Ab Freitag gelten QM-Schlachtschweine noch 3.90 Fr./kg SG.

Abschlag viel schneller vorgenommen

Dass die Produzentenpreise sich in einer fortlaufenden Auf- und Ab-Bewegung (Schweinezyklus) befinden, ist für die Mäster keine aussergewöhnliche Situation. Sie haben sich daran gewöhnt. Sie stören sich aber der Geschwindigkeit der Preissenkung in den vergangenen Tagen.

„Während es für den Aufschlag von 40 Rappen (von 3.90 auf 4.30 Fr./kg SG) acht Wochen benötigte, ist nun innerhalb von nur acht Tagen der Preis um 40 Rappen gesenkt worden“, teilt die Fachkommission Markt der Suisseporcs am Freitag in einem Communiqué mit. Die Suisseporcs ist der Schweizerische Schweinezucht- und Schweineproduzentenverband.

Produktionsbereitschaft gefährdet

Diese drastische Senkung hat für die Mäster massive finanzielle Einbussen zur Folge. Der Verband beziffert diesen auf 35 Franken pro Schlachtschwein. Die Fachkommission versteht sich als Teil der Wertschöpfungskette. Aber alle Glieder dieser Kette müssten einen angemessenen Verdienst realisieren können, fordert diese. „Mit abrupten Preissenkungen wie in den letzten Tagen ist das für den Mäster sicher nicht mehr der Fall“, heisst es weiter.

Preissenkungen müssten in Zukunft von den preisbestimmenden Akteuren mit dem nötigen Augenmass vorgenommen werden. Sei dies nicht der Fall, werde unnötig die Produktionsbereitschaft der Schweizer Schweinehalter gefährdet, warnt der Verband. Zudem müssten die Preissenkungen umgehend an die Konsumenten weitergegeben werden.

Angebotsüberhänge

Auf dem Schlachtschweinemarkt ist derzeit ein Angebotsüberhang zu beobachten. Gemäss dem Marktbericht der Suisseporcs konnten die Tiere nicht vollständig platziert werden. Auch in der kommenden Wochen wird mit einen Angebotsüberhang gerechnet.

Ein grosses Angebot trifft auf eine „flaue, knapp mittlere Nachfrage“, heisst es im Marktbericht der Suisseporcs. Auch im IPS-Schlachtschweinemarkt haben die Angebotsüberhänge auf die Preise gedrückt. In den vergangenen drei Wochen wurde der Preis um 50 Rp./kg SG gesenkt.

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