Samstag, 24. Juli 2021
18.12.2019 15:22
Organisationen

9,4 Millionen für IP-Suisse-Bauern

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Eine erfreuliche Weihnachtsbotschaft kann IP-Suisse kommunizieren. Insgesamt kann die Organisation Prämien beim Getreide und Raps sowie bei der Biodiversität in der Höhe von 9.4 Millionen Franken ausschütten.

IP-Suisse-Produzenten, die Getreide und Raps produzieren, werden seit Jahren mit Prämien bedacht. In diesem Jahr werden an die rund 4’500 Produzenten 7.7 Millionen Franken ausbezahlt, das sind 700’000 Franken mehr als im Jahr 2018.

Gute Erntemengen

Zum erfreulichen Resultat haben gemäss IP-Suisse die guten Erntemengen beim Getreide geführt. «IP-Suisse-Mehl ist am Markt gefragt», heisst es in der Mitteilung von Mittwoch. Das Prämienvolumen wird von Unternehmen wie Migros/Jowa, Hiestand, Naturel Bäckereien, Fortisa/McDonald’s, Fredy’s und weiteren Abnehmern finanziert. 

Rapsproduzenten erhalten eine Prämie von 8 Fr./100 kg. «Die Bemühungen auf Palmöl zu verzichten und die nachhaltige Produktionsweise von IP-Suisse-Raps lässt die Nachfrage nach diesem Segment stark steigen», heisst es weiter. Deshalb werden weitere Produzenten gesucht.

Biodiversitätsprämie für 9‘102 Produzenten

Nebst der Prämie für Getreide und Raps schüttet die Organisation eine Biodiversitätsprämie aus. Die Labelproduktion verlangt die Erfüllung des Biodiversitätspunktesystems mit mindestens 15 respektive 17 Punkten (inkl. Ressourcen). «Die 9‘102 Produzenten erreichten die Mindestpunktezahl und können an der ausbezahlten in der Höhe von 1.7 Mio. Fr. partizipieren», schreibt IP-Suisse. Das Prämienvolumen ist gleich hoch wie im Vorjahr.

Die ausbezahlten Prämien stammen aus den Abgaben pro geschlachtetes IP-Suisse-Tier oder Mengeneinheit der IP-Suisse-Feldfrüchte. Sie stammen somit von den Abnehmern, die Lebensmittel unter den Marken IP-Suisse, TerraSuisse, AgriNatura usw. vermarkten. Diese Biodiversitätsprämie ist als Beitrag für die Bemühungen der IP-Suisse-Produzenten gedacht, welche jährlich einmal überwiesen wird.

Wie hoch die Prämie pro Produzent ausfällt, ist abhängig von der jeweiligen Punktezahl im Biodiversitätspunktesystem. Einfach gesagt: Je mehr Punkte ein Bauer erreicht, desto höher wird die Prämie. Die durchschnittliche Punktezahl liegt nun bei 24.3 Punkten. Der Anstieg hat sich damit abgeflacht. 

Weniger Bankvieh und Kälber

Ebenfalls bei den Fleischprogrammen erhalten die IP-Suisse-Produzenten Prämien. Diese bleiben auch im kommenden Jahr stabil. Zu Verschiebungen kommt es aber bei den Schlachtzahlen. Für 2020 blieben die Bedarfsmengen bei den Schweinen, Kühen und Lämmern stabil. Stolz ist die Organisation vor allem auf die Mengen im Schweinemarkt. «Das Halten darf im harten und rückläufigen Markt als sehr erfreulich bezeichnet werden», hält IP-Suisse fest.

Eine sinkende Nachfrage und damit rückläufige Bedarfsmenge muss die Organisation beim Bankvieh hinnehmen. Als Grund werden der sinkende Fleischkonsum sowie eine Verschiebung zu anderem Rindfleisch genannt. Bei den Kälbern sinkt die Nachfrage weiter. «Somit braucht es auch etwas weniger IP-Suisse-Labelkälber, da der Labelanteil bereits sehr hoch ist», heisst es in der Mitteilung. Mit dem Projekt Projekt IPS Kalb 2020+ soll eine Trendwende erreicht werden.

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