3.05.2018 09:12
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Getreide
Abbau der Weizen- und Maisbestände
Aus Sicht der Getreideproduzenten deutet sich im Hinblick auf das Vermarktungsjahr 2018/19 eine Entspannung an. Der Internationale Getreiderat (IGC) geht davon aus, dass die Nachfrage deutlich die Produktion übertreffen wird.

In seinem am vergangener Woche veröffentlichten Bericht veranschlagt der IGC den globalen Maisbestand zum Ende des Wirtschaftsjahres 2018/19 auf 261,9 Mio. t. Das wäre im Vergleich zur Anfangsmenge ein Minus von 44,9 Mio. t oder 14,6%. Gleichzeitig sollen die Weizenbestände um 5,8 Mio. t oder 2,2% auf 256,8 Mio. t abgebaut werden. Das wäre der erste Rückgang seit sechs Jahren. 

In ihrer Bilanz für 2018/19 projizieren die Londoner Experten dabei eine globale Getreideernte von 2,088 Mrd. t ohne Reis. Demnach würde das Ergebnis der laufenden Saison nur um 5 Mio. t oder 0,2% verfehlt. Allerdings werden für die beiden wichtigsten Getreidearten, Mais und Weizen, unterschiedliche Entwicklungen erwartet. So sagt der IGC für Weizen als wichtigstes Nahrungsgetreide einen Rückgang der Produktion um 19,4 Mio. t oder 2,6% auf 739 Mio. t voraus. Dagegen soll das Maisaufkommen um 8,2 Mio t oder 0,8% auf 1,054 Mrd. t zulegen. 

Der leicht rückläufigen globalen Getreideerzeugung dürfte 2018/19 nach Einschätzung des Getreiderates ein Verbrauch von weltweit insgesamt 2,139 Mrd. t gegenüberstehen, was einem Plus von 31 Mio. t oder 1,5 % gegenüber der aktuellen Saison entsprechen würde. Der grösste Teil dieses voraussichtlichen Nachfragezuwachses wird den Fachleuten zufolge auf Mais entfallen: Hier wird eine Zunahme um 24,2 Mio. t oder 2,3% auf 1,099 Mrd. t erwartet. Die Weizennachfrage soll um 4,8 Mio t oder 0,6 % auf 744,8 Mio t steigen. 

Mit Blick auf den internationalen Handel mit Getreide prognostiziert der IGC für das nächste Vermarktungsjahr - wie schon vor einem Monat - die Rekordmenge von 368 Mio. t. Dabei dürften sowohl beim Weizen als auch beim Mais neue Spitzenmengen erzielt werden. Der Getreiderat geht von 179,2 Mio. t beziehungsweise 150,2 Mio. t aus.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE