24.04.2014 12:56
Quelle: schweizerbauer.ch - Doris Grossenbacher
Dünger
Acht Länder fördern 90 Prozent des Kalis
Einzelne Länder dominieren den Markt für Düngemittel. Sie beeinflussen mit ihrem Verhalten direkt unsere Düngerpreise.

Unser Düngermarkt wird von Importen und damit vom Welthandel bestimmt. Letzten Endes entscheiden Produktion und Verbrauch einer Handvoll Länder über die Marktlage. Das Magazin «DLG» beschreibt in einem Artikel die wichtigsten Akteure am internationalen Düngermarkt.

Stickstoff: China ist Nr. 1

Ausgangsprodukt aller Stickstoffdünger ist das Ammoniak. Davon werden laut «DLG» weltweit etwa 164 Mio. t produziert. Ein Drittel der Produktion entfällt auf China, ein weiteres Drittel teilen sich Russland, Indien, Indonesien, Trinidad und die USA. Der Rest entfällt auf alle übrigen Länder.

Der grösste Teil des Ammoniaks wird direkt zu Harnstoff weiterverarbeitet. Auch hier ist China der wichtigste Produzent, gefolgt von Indien. Rang drei teilen sich Russland, die USA und Indonesien. Nur etwa 88% der Harnstoffproduktion werden für Düngemittel verwendet. Der Rest geht in die Chemie und neuerdings in die Abgasreinigung grosser Dieselmotoren (AdBlue).

Die Phosphatvorkommen der Welt sind auf einige wenige Länder konzentriert. China fördert etwa 40 % der Gesamtmengen weltweit. Die USA, Marokko, Russland, Jordanien und Brasilien folgen dahinter.

Nur wenige Lagerstätten

Mit Abstand gösster Importeur von Phosphat und auch von Harnstoff ist Indien. Wenn die Inder also plötzlich weniger Phosphor-(P)-Dünger  kaufen, wirkt sich das unmittelbar auf die Weltmarktpreise aus.

Ebenso überschaubar wie der Welthandel mit Phosphaten ist der internationale Kalihandel. Es gibt nicht viele Länder mit ausbeutbaren Lagerstätten an Phosphaten und Salzen. So fördern acht Länder 90% des Kalis. An der Spitze steht Kanada mit einem Anteil von fast 30%. Auf den Rängen 2 und 3 folgen Russland und Weissrussland.

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