29.03.2019 19:31
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Käsemarkt
Appenzeller: Exportgeschäft harzt
Der Absatz von Appenzeller ist 2018 leicht gestiegen. Insgesamt wurden 8'753 Tonnen verkauft. Die Zunahme ist auf den Heimmarkt zurückzuführen. Im Export harzte das Geschäft, insbesondere in Deutschland. Positiv war das Interesse an dem neuen Appenzeller Rahmkäse.

Die Sortenorganisation Appenzeller Käse blickt auf ein durchzogenes 2018 zurück. Die Absatzmengen konnten 2018 um 1.05 Prozent oder 91 Tonnen auf 8'753 Tonnen erhöht werden. Das Plus ist auf die Entwicklung im Inland zurückzuführen.

Viel Konkurrenz in Deutschland

In der Schweiz gelang es, die Menge um 8,3 Prozent auf 4'087 Tonnen zu erhöhen. «In Anbetracht des immer grösseren Verdrängungswettbewerbs innerhalb der Kategorie Halbhartkäse ist dieses Resultat ein besonders wichtiger Erfolg», schreibt die Sortenorganisation. Sie schreibt die Zunahme der Qualität der Käseproduktion und der Fokussierung auf verkaufsfördernde Massnahmen zu.

Hartes Brot isst der Appenzeller im Ausland. Besonders im wichtigsten Markt Deutschland musste der Käse einen Rückschlag hinnehmen. Hier nahm die Absatzmenge um 4,9 Prozent auf 3'685 Tonnen ab. In Deutschland sei das Halbhartkäse-Geschäft besonders stark umkämpft. Ein Erfolg konnte die Sortenorganisation in Frankreich erzielen. Hier stieg der Absatz um 6,4 Prozent auf 529 Tonnen.

Produktion minim höher

Das stetige Wachstum in den Benelux-Ländern der vergangenen zwei Jahre konnte nicht fortgesetzt werden. Das Absatzvolumen sank von 196 Tonnen auf 170 Tonnen. Gründe für diesen Rückgang waren einerseits das überdurchschnittlich warme Wetter in den Monaten April und Mai und andererseits wurden vermehrt Importe über Deutschland beobachtet.  Gesamthaft wurden 4666 Tonnen Appenzeller exportiert, 3,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Exportanteil sank um 3,2 Prozent und liegt bei 53,3 Prozent.

Im Geschäftsjahr 2018 wurden insgesamt 8’696 Tonnen Appenzeller Käse produziert, 0,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Im Januar und Februar sowie im April und Mai konnte die Produktionsmenge gehalten werden. In den restlichen Monaten musste die Herstellung zwischen 5 und 13,8 Prozent respektive 14,9 Prozent (Dezember) eingeschränkt werden.

Positiv war das grosse Interesse an dem neuen Appenzeller Rahmkäse, der nach erfolgreichen Testverkäufen im Schweizer Detailhandel auf kommenden Herbst hin lanciert wird.

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