10.03.2020 14:11
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Fleischmarkt
Bankvieh: Neue Preisabstufungen
Bei den Banktieren treten ab dem 1. April 2020 neuen Anpassungen in Kraft. Produzenten, Handel und Verwerter einigen sich auf neue Preis- und Gewichtsabstufungen bei den Banktieren. Angestrebt wird bei der Schlachtkörperqualität eine Optimierung statt einer Maximierung.

Der Anteil von vollfleischigen Banktieren Muni, Rind und Ochs hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Gemäss Proviande, der Branchenorganisation für Schweizer Fleisch, führte das preisliche Anreizsystem zu einem Anstieg des Fleischrassenanteils.

Fleischigkeit markant verbessert

Die Folge: Die Fleischigkeit hat sich markant verbessert. 70 Prozent der Tiere erreichen die Fleischigkeitsklasse C oder H. Nebst der verbesserten Fleischigkeit hat das durchschnittliche Schlachtgewicht zugenommen. 2019 betrug diese bei den Muni 304 Kilo, 10 Kilo mehr als 2010. Die Proviande führt diese Entwicklung auf den zunehmenden Einsatz von Fleischrassengenetik, aber auch auf dem Umstand, dass Mäster möglichst vollfleischige Tiere produzieren. 

Die Verwerter stellt diese Entwicklung vor Probleme. Die geförderte Optimierung der Fleischigkeit habe zu einer Maximierung geführt. «Die Teilstücke werden zu gross und entsprechen damit nicht mehr den Kundenbedürfnissen im Detailhandel und in der Gastronomie», schreibt Proviande in einer Mitteilung. 

Optimierung statt Maximierung 

Mit Korrekturen versucht die Branche, die Probleme in der Vermarktung zu lösen. Vertreter von Produzenten, Handel und Verwerter haben sich auf die neuen Abstufungen geeinigt. In einer ersten Massnahme werden Anpassungen im Bezahlungssystem vorgenommen. Einerseits werden die Zuschläge für vollfleischige Tiere etwas reduziert, anderseits werden Tiere mit idealem Schlachtgewicht und Qualität honoriert.

Die Anpassungen werden ab 1. April 2020 in der QM-Wochenpreistabelle von Proviande ersichtlich. Die Erkenntnisse dieser ersten Massnahmen sollen dazu führen, das System weiter zu optimieren. Das tönt gemäss Proviande wie folgt: «Die Bankviehproduktion soll den Weg zurück von der Maximierung zur Optimierung finden, ohne Verluste der guten Schweizer Rindfleischqualität.»

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