13.07.2016 09:34
Quelle: schweizerbauer.ch - BLW/blu
Preise
Bauern erhalten 34 bis 52 Prozent vom Konsumentenfranken
2015 lag der Anteil, den Schweizer Produzenten vom Konsumentenpreis erhalten, bei den beobachteten Produkten zwischen 34 und 52 %. Den tiefsten Anteil wiesen der Käse und die Früchte auf, den höchsten das Kalb- und Rindfleisch. Dies geht aus dem Juli-Newsletter des Bundesamts für Landwirtschaft BLW hervor.

Bei der Konsummilch sank der Anteil des Produzentenpreises am Konsumentenpreis im Vergleich zum Jahr 2014 von 46,8% auf 43,1%. Der Anteil von Verarbeitung und Detailhandel am Konsumentenpreis ist dementsprechend auf 56,9 % gestiegen. Dafür waren unter anderem die sinkenden Produzentenpreise verantwortlich. Auch beim Käse lag der Produzentenanteil am Konsumentenfranken mit 34,4% fast zwei Prozentpunkte tiefer als im Vorjahr.

Uneinheitlich beim Fleisch

Beim Fleisch gab es keine einheitliche Entwicklung. So stieg 2015 der Anteil der Produzenten am Konsumentenpreis beim Rindfleisch auf 50,2 % (+3,4 Prozentpunkte), beim Kalbfleisch auf 52,6 % (+1,9 Prozentpunkte) und beim Lammfleisch auf 46,3 % (+0,6%). Im Gegensatz dazu sank er beim Schweinefleisch auf 39,1 % (–2.9 Prozentpunkte) aufgrund der tiefen Produzentenpreise verglichen mit den Vorjahren (Schweinezyklus).

Das Gemüse verzeichnete 2015 mit 41,0% einen höheren Produzentenanteil am Konsumentenpreis als im Vorjahr. Bei allen berücksichtigten Gemüsesorten stieg der Anteil der Produzentinnen und Produzenten am Konsumentenpreis, dies allerdings unterschiedlich stark. So gab es einen deutlichen Anstieg beim Kopfsalat (+6,3%), den Tomaten (+2,9%) und dem Blumenkohl (+2,5%).

Tiefer Anteil bei den Früchten

Weniger stark stieg der Produzentenanteil bei den Zwiebeln (+1,1%), den Karotten (+0,7%) und den Gurken (+0,7%). Insgesamt blieben die Produzentenpreise bei den berücksichtigten Gemüsen stabil, sodass der Hauptgrund für den Anstieg des Produzentenanteils tiefere Verkaufspreise sind.

Bei den Früchten nahm der Anteil der Produzenten 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 0,8% ab und lag mit 38,4% im Vergleich mit den anderen Produkten eher tief. Die Entwicklung war bei den berücksichtigen Früchten jedoch uneinheitlich. Während der Produzentenanteil bei den Aprikosen um 4,1 Prozentpunkte, bei den Äpfeln um 1 Prozentpunkt und bei den Erdbeeren um 0,9 Prozentpunkte stieg, fiel er bei den Birnen und den Kirschen um 3,1 bzw. 2,8 Prozentpunkte.

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