17.04.2013 17:17
Quelle: schweizerbauer.ch - blu/lid
Kartoffeln
BLW bewilligt Import von 6000 Tonnen Kartoffeln
Weil die Vegetation aufgrund des nass-kalten Wetters im Rückstand ist, reichen die Kartoffel-Lagerbestände nicht aus, um den Markt bis zur neuen Ernte zu versorgen. Importe sind deshalb nötig, besonders im Biosegment.

Derzeit liegen leicht mehr festkochende Speisekartoffeln an Lager als im Durchschnitt der letzten Jahre. Dennoch reichen die Vorräte nicht aus, um den Anschlus an die neue Ernte sicher zu stellen, teilt Swisspatat, die Branchenorganisation der Schweizerischen Kartoffelwirtschaft, mit. Insbesondere aufgrund der schlechten Bio-Kartoffelernte 2012 kann die gestiegene Nachfrage im Inland nach inländischen Bio-Kartoffeln nicht gedeckt werden. Deshalb wird diese Lücke mit Importen von festkochenden Kartoffeln neuer Ernte geschlossen. Zuerst werde aber zuerst Inlandware mit absoluter Priorität vermarktet, heisst es weiter.

Die Vegetation liegt wegen des nass-kalten Wetters zudem rund drei Wochen im Rückstand. Swisspatat hat deshalb einem Import-Zusatzkontingent von 6‘000 Tonnen zugestimmt. Dieses gilt vom 6. Mai bis 21. Juni 2013. Das Bundesamt für Landwirtschaft BLW akzeptiert nur einen Antrag für ein Zusatzkontingent. "Die Branche war deshalb bereits zum jetzigen Zeitpunkt gefordert, den Bedarf bis ungefähr Mitte Juni abzuschätzen, wenn die Schweizer Frühkartoffeln erwartet werden", heisst es in der Mitteilung. Dieses Prinzip berge aber auch Risiken wie die Witterung, verändertes Konsumverhalten oder die Lagerqualität.

Die Handelsbetriebe geben aber ihre Zusicherung, dass nur so viele Kartoffeln eingeführt werden wie tatsächlich benötigt werden. Der Umstellungszeitpunkt auf Schweizer Ware wird mit Hilfe des zentralen Meldesystems bestimmt, welches das Angebot an Schweizer Frühkartoffeln erfasst.

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